Religion Sprüche – nachdenklich

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Religion ist die Kimm des Gedankenmeeres.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Die Religion scheint den Menschen gegeben, um einander zu hassen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Man schilt manchen irreligiös, dessen ganzes Vergehen darin besteht, dass er die übliche Auffassung des Göttlichen zu kleinlich, zu eng, zu menschlich und gewöhnlich findet.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Die Weltreligionen sind es, welche die größten historischen Krisen herbeiführen.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum). 2. Die Religion

Was die Natur sagt, hat Gott gesagt. Religionen aber sind Menschenantwort.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wer vorgibt, um der Religion willen Krieg zu führen, hat keine Religion.

Much, Akbar. Der Schatten Gottes auf Erden, 1924

Wirkliche und wahre Religiosität ist nicht lediglich betrachtend und beschauend, nicht bloß brütend über andächtigen Gedanken, sondern sie ist notwendig tätig.

Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben, oder auch die Religionslehre (Vorlesungen), 1806. 5. Vorlesung

Der Brennpunkt der Religion ist das Menschenherz.

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Das Herz macht den Pastor.

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Die Religionen behaupten ihre Idealität am ehesten, solange sie sich gegen den Staat leidend, protestierend verhalten. [...]

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Die religiösen Fehler sind gefährlich, die philosophischen nur lächerlich.

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Wenn Heiligkeiten sich in einem Menschen bekriegen, das setzt die fürchterlichsten Schlachten.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Napoleon und Cäsar, wären sie irgendwo einander begegnet, hätten gelächelt wie Auguren. Doch Christus und Mohammed, fürcht' ich, hätten einander ernst genommen.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Wenn man doch immer bedenken wollte, daß die Religion mehr Sache des Gewissens als des Wissens ist!

Polack, Brosamen. Erinnerungen aus dem Leben eines Schulmannes, 5 Bde., 1883-1909

Den Menschen so zu machen, wie ihn die Religion haben will, gleicht dem Unternehmen der Stoiker; es ist nur eine andere Stufe des Unmöglichen.

Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 65]

Ich sage und denke nicht, dass es keine gute Religion auf Erden gebe, allein ich sage, und dies ist nur zu wahr, dass keine unter den jetzt herrschenden Religionen ist, welche der Menschheit nicht grausame Wunden geschlagen hat.

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Die Religion verbietet, mehr zu glauben, als sie lehrt.

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Kämpfe niemals gegen die Religion oder gegen anderes, was von Gott abzuhängen scheint, denn all dies hat zu viel Gewalt über törichte Geister.

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Die Mißachtung der Religion führt zur Mißachtung der menschlichen Pflichten.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Die Menschen sollen sich untereinander als Brüder verhalten; dieser erhabene Grundsatz schließt alles ein, was es an christlicher Religion Göttliches gibt.

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Die Anfänge einer Religion mögen den Diebstahl einer Münze, eines Hammels verhindert haben. Es kommt aber früher oder später ein Zeitpunkt, da um dieser selben Religion willen sich Hunderttausende von Menschen die Gurgel abschneiden oder auf dem Scheiterhaufen winden.

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