Religion Sprüche – philosophisch
315 Sprüche gefunden
Religion: Das großeVielleicht.
Nicht durch Gelehrte und Philosophen, besonders nicht durch Skeptiker sind die großen Religionen, welche die Welt regiert haben und die riesigen Reiche, die sich von einer Hemisphäre zur andern erstreckten, geschaffen worden.
Wenn unsere Arbeit uns zu einem Ergebnis führt, das die Religion auf eine Menschheitsneurose reduziert und ihre großartige Macht in der gleichen Weise aufklärt wie den neurotischen Zwang bei den einzelnen unserer Patienten, so sind wir sicher, den stärksten Unwillen der bei uns herrschenden Mächte auf uns zu ziehen.
Den Glauben, das religiöse Gefühl zu pflegen, überlassen wir der Kirche und stören sie darin nicht. Aber sie überlasse es dann auch uns, die Wissenschaft zu pflegen, die freie Wissenschaft, welche allein Wissenschaft ist. Das Ziel der Wissenschaft ist ja Wahrheit, und nur die Wahrheit kann uns frei machen.
Die Religionen behaupten ihre Idealität am ehesten, solange sie sich gegen den Staat leidend, protestierend verhalten. [...]
Religion: Tochter der Hoffnung und der Furcht, welche der Unwissenheit die Natur der Unbegreiflichkeit erklärt.
Der Mensch ohne Religion verarmt im Gemüt. Für diese Verarmung gibt es kein Heilmittel. Und besäßest du alle Schätze und blendenden Geist, dein Zustand wäre nur glänzendes Elend.
Die religiösen Fehler sind gefährlich, die philosophischen nur lächerlich.
Religion und Mathematik sind nur verschiedene Ausdrucksformen derselben göttlichen Exaktheit.
Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.
Die Religion ist nichts oder sie ist das Erste.
Religion und Moral sind sich symmetrisch entgegengesetzt, wie Poesie und Philosophie.
Wenn man doch immer bedenken wollte, daß die Religion mehr Sache des Gewissens als des Wissens ist!
Religion ist die Art, wie man auf sein persönliches Schicksal antwortet.
Wenn es sich um Fragen der Religion handelt, machen sich die Menschen aller möglichen Unaufrichtigkeiten und intellektuellen Unarten schuldig.
Das ist Religion! Sie schafft Den hohen Sinn der Ruh', sie adelt rohe Triebe Zu Schwüngen edler Leidenschaft. Verzeihn ist ihr Gebot, und ihr Gesetz heißt: Liebe, Und all ihr Tun und Leiden: Kraft! Ihr Blick, ihr Sonnenblick, ergießet Auf den verschlungnen Pilgerlauf Des Lebens, Wärm' und Licht, und schließet Uns dunkle Rätselstellen auf.
Ich sage und denke nicht, dass es keine gute Religion auf Erden gebe, allein ich sage, und dies ist nur zu wahr, dass keine unter den jetzt herrschenden Religionen ist, welche der Menschheit nicht grausame Wunden geschlagen hat.
Die Religion verbietet, mehr zu glauben, als sie lehrt.
Religion: Suchen heißt finden, finden verlieren.
Der Glaube, womit die Religion glaubt, nicht das, was dieser Glaube glaubt, ist die Bedeutung der Religion.
Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle abschneidet.