Religion Sprüche – philosophisch

315 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Religion philosophisch

Religion: Das großeVielleicht.

Internet

Nicht durch Gelehrte und Philosophen, besonders nicht durch Skeptiker sind die großen Religionen, welche die Welt regiert haben und die riesigen Reiche, die sich von einer Hemisphäre zur andern erstreckten, geschaffen worden.

Le Bon, Psychologie der Massen (Psychologie des foules), 1895, deutsch von Rudolf Eisler, Leipzig 1912. Übersetzt von Rudolf Eisler

Wenn unsere Arbeit uns zu einem Ergebnis führt, das die Religion auf eine Menschheitsneurose reduziert und ihre großartige Macht in der gleichen Weise aufklärt wie den neurotischen Zwang bei den einzelnen unserer Patienten, so sind wir sicher, den stärksten Unwillen der bei uns herrschenden Mächte auf uns zu ziehen.

Freud, Der Mann Moses und die monotheistische Religion, 1939. III. Moses, sein Volk und die monotheistische Religion

Den Glauben, das religiöse Gefühl zu pflegen, überlassen wir der Kirche und stören sie darin nicht. Aber sie überlasse es dann auch uns, die Wissenschaft zu pflegen, die freie Wissenschaft, welche allein Wissenschaft ist. Das Ziel der Wissenschaft ist ja Wahrheit, und nur die Wahrheit kann uns frei machen.

Internet

Die Religionen behaupten ihre Idealität am ehesten, solange sie sich gegen den Staat leidend, protestierend verhalten. [...]

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Religion: Tochter der Hoffnung und der Furcht, welche der Unwissenheit die Natur der Unbegreiflichkeit erklärt.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Der Mensch ohne Religion verarmt im Gemüt. Für diese Verarmung gibt es kein Heilmittel. Und besäßest du alle Schätze und blendenden Geist, dein Zustand wäre nur glänzendes Elend.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die religiösen Fehler sind gefährlich, die philosophischen nur lächerlich.

Internet

Religion und Mathematik sind nur verschiedene Ausdrucksformen derselben göttlichen Exaktheit.

Internet

Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Die Religion ist nichts oder sie ist das Erste.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). Aus dem Vorwort von Benedikt Momme Nissen, 1922

Religion und Moral sind sich symmetrisch entgegengesetzt, wie Poesie und Philosophie.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [67]

Wenn man doch immer bedenken wollte, daß die Religion mehr Sache des Gewissens als des Wissens ist!

Polack, Brosamen. Erinnerungen aus dem Leben eines Schulmannes, 5 Bde., 1883-1909

Religion ist die Art, wie man auf sein persönliches Schicksal antwortet.

Internet

Wenn es sich um Fragen der Religion handelt, machen sich die Menschen aller möglichen Unaufrichtigkeiten und intellektuellen Unarten schuldig.

Freud, Die Zukunft einer Illusion, 1927. VI. Die Illusion der religiösen Vorstellungen

Das ist Religion! Sie schafft Den hohen Sinn der Ruh', sie adelt rohe Triebe Zu Schwüngen edler Leidenschaft. Verzeihn ist ihr Gebot, und ihr Gesetz heißt: Liebe, Und all ihr Tun und Leiden: Kraft! Ihr Blick, ihr Sonnenblick, ergießet Auf den verschlungnen Pilgerlauf Des Lebens, Wärm' und Licht, und schließet Uns dunkle Rätselstellen auf.

Tiedge, Wanderungen durch den Markt des Lebens, 1835

Ich sage und denke nicht, dass es keine gute Religion auf Erden gebe, allein ich sage, und dies ist nur zu wahr, dass keine unter den jetzt herrschenden Religionen ist, welche der Menschheit nicht grausame Wunden geschlagen hat.

Internet

Die Religion verbietet, mehr zu glauben, als sie lehrt.

Internet

Religion: Suchen heißt finden, finden verlieren.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Der Glaube, womit die Religion glaubt, nicht das, was dieser Glaube glaubt, ist die Bedeutung der Religion.

Vischer, Ästhetik oder Wissenschaft des Schönen. Zum Gebrauche für Vorlesungen, 1846

Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle abschneidet.

Internet