Schicksal Sprüche – leben
412 Sprüche gefunden
Das Leben bildet eine Oberfläche, die so tut, als ob sie so sein müßte, wie sie ist, aber unter ihrer Haut treiben und drängen die Dinge.
Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens schlanke Flamme oder schmale Leier.
Welche Schicksale haben doch die schwachen Sterblichen, die wie Blätter im Wind treiben!
Das Schicksal des Menschen formt sich jeden Tag und keiner kennt es. Unser Schicksal ist das, was wir sind. Sind wir mutlos, so entmutigen wir es.
Ich habe meinem Schicksal folgen müssen wie ein Bach, der sich vom Felsen stürzt, der anziehenden Kraft.
[…] Armeen habe ich vernichtet, aber gegen Feuer, Eis, gegen den Tod reichen meine Kräfte nicht aus. Das Schicksal war mächtiger als ich […].
Unser Wille mag noch so rein sein, wir thun alles, was wir können, der Himmel selbst scheint uns zu winken, und es wird doch nichts draus. Das ist der unerforschliche Organismus jener höheren Sphärenkreise, in die unser Auge vergebens zu dringen sucht.
Was mit mir das Schicksal gewollt? Es wäre verwegen, Das zu fragen; denn meist will es mit vielen nicht viel. Einen Dichter zu bilden, die Absicht wär ihm gelungen, Hätte die Sprache sich nicht unüberwindlich gezeigt.
Selbst gegen seine Lieblinge zeigt sich das Schicksal nie allzu großmütig. Selten gewähren die Götter den Sterblichen mehr als eine einzige unsterbliche Tat.
Das Schicksal ist ganz einem Buchhändler gleich, Papier sind die Menschen – sein s' arm oder reich; Sie sind leere Blätter bei ihrem Entstehn, 's ist anfangs die Farb' nur der Unschuld zu sehn; Die erste Erziehung ist das Manuskript, Die schon dem Papiere Bedeutsamkeit gibt, Dann kommt es zum Buchhändler Schicksal ins Haus, Sein Druck macht erst fertige Bücher daraus. Die geistreichsten Menschen gehn oft so herum, Kein Mensch auf der Welt aber kümmert sich drum, So gibt es auch Schriften, die sehr geistreich sind, Wozu grad' deshalb kein Verleger sich find't; Das dümmste Zeug prachtvoll oft aufgelegt wird; Im Franzband, mit Goldschnitt dazu noch verziert, So auch mancher Mensch, des Verstandes ganz bar, Steigt herum illustriert als ein Prachtexemplar.
Nichts ist untragbar, was notwendig ist. Auch der Winter ist tragbar. Und das Alter. Und der Tod. Sie kommen ohne zu fragen, wollt ihr's tragen? Sie kommen. Und wir tragen's.
Was aber gibt es, das nicht das Schicksal nach seinem Willen aus voller Blüte in den Staub werfen könnte?
Das Schicksal muss in seiner ganzen Wucht bedacht werden.
Einen Zwang des Schicksals gibt es nicht.
Was ein Gott beabsichtigt, sollst du nicht durch Orakel erforschen: Welches Urteil er über dich fällt, entscheidet er ohne dein Zutun.
Wenn du sorglos bist und die Lage nicht mit dem Verstand lenkst, nenne das Schicksal nicht blind, das ist es nicht.
Das Schicksal, meinst du, habe sich dir gegenüber gewandelt, doch du irrst. Das sind stets seine Sitten, entspricht seiner Natur. Bewahrt hat es gegen dich nur die Beständigkeit in seiner eigenen Wandelbarkeit.
Wo das Schicksal sich irrt, stürzen die Pläne der Menschen.
Das Schicksal folgt seinen eigenen Wegen.
Viele haben ihre Bestimmung bereits erfüllt, während sie noch ihr Schicksal fürchten.
Was auch immer das Schicksal in die Höhe gehoben hat, erhebt es, um es fallen zu lassen.