Schicksal Sprüche – leben
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Ich sage mir, daß so wenig alles Schlimme, was man befürchtet, wie alles Gute, was man erhofft, buchstäblich eintrifft; man muß von beidem viel abziehen.
Grüble nicht über dein Schicksal nach. Das Los ist geworfen. Nimm es denn, wie es fiel. Bild' es zum Bessern aus.
Wir wissen, daß das Schicksal unter allen Umständen uns richtig führt, und leben mit Frieden in dieser Sicherheit.
– Doch verteilt das Schicksal nicht an Alle seine Gaben? hat jeder nicht sein Teil am Lebensglück? sei's Reichtum oder körperliche Kraft, Gesundheit, hoher Mut, ein leichter Sinn, sei's Freiheit oder schöne Sklaverei, der Liebe süßer Rausch, der Freundschaft stille Lust. So arm ist keiner, dass nicht auf des Lebens Feld ihm irgendeine Blume blüht; vielleicht ein zarter Blütenzweig, der Hoffnung Kind, Ihm teurer oft als gegenwärtig Gut, das ihm in heitrer stiller Ferne schon die schönsten Früchte zeigt.
Auf der Weltbühne ist das Schicksal der Souffleur, der das Stück ruhig und leise abliest, ohne Gebärden, ohne Deklamation, und ganz unbekümmert, ob es ein Lustspiel oder ein Trauerspiel ist. Das Zappeln, das Schreien und übriges tun die Menschen hinzu.
Des Menschen Verdüsterungen und Erleuchtungen machen sein Schicksal!
Die Schicksale des Lebens gehen ihren Gang, scheinbar fühllos, fort.
Voll Weisheit sind des Schicksals Fügungen!
Mein Schicksal ruft.
Rache des Geschicks Aufrecht unter allem Drange Und mit stolz erhobnem Haupt, Wehrend jedem Niederzwange, Hab' gekämpft ich und geglaubt! So des Schicksals wüsten Wettern Hab' getrotzt ich als ein Mann. Will es jetzt mich ganz zerschmettern, Hat es recht, sobald es kann.
Jedweder ist des dunklen Schicksals Knecht.
Sein Schicksal kann keinem entgehen, sollte man sagen, nicht seinem Schicksal kann keiner entgehen; denn nicht das Schicksal fängt den Menschen; der Mensch jagt nach seinem Schicksal.
Die Stimme des Schicksals Erbarmen nicht, noch Göttergunst, noch Bitten versöhnen dein Geschick; uralter Stempel, aus Demant geschnitten, prägt Leid und Glück. Wie lange trübt der dunkle Quell der Trauer, der Lust den Lebensstrom? Nur Dumpfheit malt auf leere Nebelmauer ihr Schreckphantom. Getrost hinab die innerlichen Schächte, von Finsternis geschwellt; im Mittelpunkt vermählen sich die Mächte: Recht, Wille, Welt.
… [Das] Bleigießen, welches das Schicksal mit uns veranstaltet.
Das Schicksal aber gibt den Frechen mehr als den Fleißigen.
Entwurzelt sein ist das gemeinste Schicksal, das uns trifft!
Nur in ersten Jugendjahren scheint Zufall noch mit Schicksal identisch. Später weiß man, daß die eigentliche Bahn von innen bestimmt war; wie kraus und sinnlos unser Weg von unseren Wünschen abzuweichen scheint, immer führt er uns doch schließlich zu unserem unsichtbaren Ziel.
Es wäre die Hauptaufgabe der Philosophie, die Mittel aufzudecken, deren sich das Schicksal zur Erreichung seiner Zwecke bedient. Dann müßte sie diesem unglückseligen zweifüßigen Wesen Verhaltungsmaßregeln für seinen dornenvollen Lebensweg aufzeichnen, damit es nicht von den bizarren Launen dieses Schicksals abhängig sei.
Es hängt von der Breite des Schicksals ab, wieviel unvergeß- und unverwischbare Spuren es in der Seele hinterläßt.
Je mehr Macht er [der Mensch] dem Schicksal beimißt, desto mehr beraubt er sich selber jener Macht, die Gott ihm verlieh, indem er ihn mit Vernunft begabte.
Es gibt auf alle Fälle Schicksalsbestimmungen...