Schicksal Sprüche – leben

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Wir selbst sind unser Schicksal.

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Lächle nicht darüber, denn es ist wahr: Deine Gedanken, Worte und Werke werden in das ›Buch des Lebens‹ von keinem Andern als von dir selbst eingetragen.

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Das Geschick bewirkt es, daß wir allen anderen ein Gespenst, daß wir selber unsre einzige Wirklichkeit sind. Das Geschick bewirkt es, daß wir die riesenhafte Angel der Welt, daß wir ein Sandkorn sind; daß wir der Stein sind, der zur Lawine wird, der Kiesel, dessen konzentrische Wellenringe über den ganzen Meeresspiegel hinweg weiter und weiter werden.

Wolfe, Schau heimwärts, Engel (Look Homeward, Angel: A Story of the Buried Life), 1929

Wenn das Schicksal die Hand auf eines Menschen Haupt legt, so legt es ihm zwei Finger auf die Augen, zwei auf die Ohren und einen auf den Mund.

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Haben wir unser Schicksal in Händen? Oder sind wir nur Werkzeuge, die dem Gebot des Werdens dienen?

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Der Mensch denkt immer anders als das Schicksal.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Originaltext: Homo semper aliud, fortuna aliud cogitat

Es glaubt der Mensch, sein Leben zu leiten, sich selbst zu führen; und sein Innerstes wird unwiderstehlich nach seinem Schicksale gezogen.

Goethe, Egmont, 1788. 5. Akt, Egmont zu Ferdinand

Wir alle, ohne Unterschied, leben in einer Art Gefangenschaft, und angebunden sind auch die, die uns angebunden haben, du müsstest denn die Kette an der Linken für leichter halten. Den einen fesseln Ehrenstellen, den anderen Reichtum; einige leiden unter ihrer vornehmen Geburt, andere unter dem Gegenteil; manche müssen sich fremde Herrschsucht gefallen lassen, manche hinwiederum sind Opfer der eigenen.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 10. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt, 1923

Unsere Vernunft ist dem Schicksal ebenso unterworfen wie unser Vermögen.

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Was kömmt, nimm immer mit Dank auf, daß es nicht härter ist.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Das Schicksal ist unheilvoll. Keiner, der geboren wurde, entrinnt ihm.

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Man ergebe sich in sein Schicksal, wenn man kein anderes hat.

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Es ist oft schwer, den Finger Gottes von der Knute des Schicksals zu unterscheiden.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Der Schicksale sind nicht viele: wenige große wechseln beständig ab und ermüden an denen, die mit unbegrenzt emfindendem Herzen unzerstört hingehn.

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Dein Los ist gefallen, verfolge die Weise, Der Weg ist begonnen, vollende die Reise: Denn Sorgen und Kummer verändern es nicht, Sie schleudern dich ewig aus gleichem Gewicht.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814-1819. Buch der Sprüche

Wir sind alle Augenblicksmenschen, deren Geschick sich auf einen einzigen Wink des Schicksals entscheidet.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Das Schicksal ist wie ein Netz voll Fische, sie ziehen, ziehen zu fest, dann platzt es und die Fische sind weg.

Tolstoi, Krieg und Frieden (Война и мир), 1862-69

Denn schneller, wie die Welle steigt und fällt, Treibt uns das Schicksal auf dem Meer des Lebens.

Körner, Alfred der Große. Oper in zwei Aufzügen, entstanden 1811/12. 1. Aufzug, 2. Auftritt, Gothron

Wir werden eher durch das Schicksal als durch unsere Vernunft gebessert.

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Der Anmaßende betrachtet sich als Gläubiger des Schicksals, der Bescheidene als Schuldner.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Man sollte das Schicksal nicht immer gegen den Strich bürsten.

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