Schicksal Sprüche – mut

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Menschenloos Fürwahr, wir sind ein glückliches Geschlecht! Denn wahrlich, wahrlich, deut ich's recht, Sind wir nicht mehr als die Tiere auch, Die der Mensch gezähmt zu seinem Gebrauch: Ich möcht mit dem Sturm durch die Erde jagen, Eichen entwurzelnd, Meere zerwühlend, Und zuletzt an zackigem Felsengeklüfte Die nackte Gespenterstirn zerschlagen, Daß es von Kluft zu Kluft Widerhalle in Ewigkeit ...

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Lieder eines Menschen (1892)

Mein Schicksal ruft.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Rache des Geschicks Aufrecht unter allem Drange Und mit stolz erhobnem Haupt, Wehrend jedem Niederzwange, Hab' gekämpft ich und geglaubt! So des Schicksals wüsten Wettern Hab' getrotzt ich als ein Mann. Will es jetzt mich ganz zerschmettern, Hat es recht, sobald es kann.

Claar, Vom Baum der Erkenntnis, 1909

Jedweder ist des dunklen Schicksals Knecht.

Schiller, Demetrius. Fragment, 1805; uraufgeführt in Weimar am 15. Februar 1857. III, 1. Zitiert in: Alfred Hermann Fried, Lexikon deutscher Zitate, 1888

Wo die Menschen wenig Kraft und Tapferkeit besitzen, zeigt Fortuna in hohem Maße ihre Macht.

Machiavelli, Discorsi (Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio), dt. Abhandlungen über die ersten zehn Bücher des Titus Livius, entstanden 1513-1519, posthum veröffentlicht 1531. 30. Wahrhaft mächtige Republiken und Fürsten erkaufen Bündnisse nicht durch Gold, sondern durch Tapferkeit und Waffenruhm

… [Das] Bleigießen, welches das Schicksal mit uns veranstaltet.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43

Es ist gesprochen, du hast es vernommen, Das Schlimmste weißt du, nichts ist mehr zurück! Wie die Seher verkündet, so ist es gekommen, Denn noch niemand entfloh dem verhängten Geschick. Und wer sich vermißt, es klüglich zu wenden, Der muß es selber erbauend vollenden.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor.

Ich war Fatalist von jeher. Wenn das Schicksal etwas will, so haben wir zu gehorchen.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Kein Zug des Schicksals setzt mich matt: – Matt werden kann ja nur der König!

Freiligrath, F., Gedichte. Aus: Springer, 1886

Denn wer im Wege steht dem Geschick, das dem endlichen Ziele Furchtbar zueilt, stürzt in den Staub, ihn zerstampfen die Rosse.

Goethe, Achilleis, entstanden 1798-99, Erstdruck 1808. Erster Gesang

Das Schicksal des Menschen formt sich jeden Tag und keiner kennt es. Unser Schicksal ist das, was wir sind. Sind wir mutlos, so entmutigen wir es.

Rolland, Clerambault. Geschichte eines freien Gewissens im Kriege (Clerambault, histoire d’une conscience libre pendant la guerre), 1920

Ich habe meinem Schicksal folgen müssen wie ein Bach, der sich vom Felsen stürzt, der anziehenden Kraft.

Heinse, Aus Briefen, Werken, Tagebüchern, hg. von Richard Benz, Stuttgart 1958. I. Ich – Natur und Welt

Was mit mir das Schicksal gewollt? Es wäre verwegen, Das zu fragen; denn meist will es mit vielen nicht viel. Einen Dichter zu bilden, die Absicht wär ihm gelungen, Hätte die Sprache sich nicht unüberwindlich gezeigt.

Goethe, J. W., Gedichte. Epigramme. Venedig 1790

Wenn du sorglos bist und die Lage nicht mit dem Verstand lenkst, nenne das Schicksal nicht blind, das ist es nicht.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 4.3. Übers. Internet Originaltext: Cum sis incautus nec rem ratione gubernes, noli fortunam, quae non est, dicere caecam

Das Schicksal folgt seinen eigenen Wegen.

Seneca, Trostschrift an Marcia (De Consolatione ad Marciam). 21,6 Übers. Internet Originaltext: Eunt via sua fata

Überall ist ein Stein im Weg, an dem die Vorübergehenden eine Hemmung finden. Sie nennen es nicht "den Stein im Weg", sie nennen es schonend "Schicksal".

Steinmüller, Rhapsodien vom wahren Frieden, o.J. (um 1940)

Man murrt über ein Schicksal nicht, man trägt es; man schilt auch nicht über seine Lebensaufgabe, man löst sie.

Steinmüller, Rhapsodien vom wahren Frieden, o.J. (um 1940)