Seele Sprüche – nachdenklich

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Hast du keine Kraft in dir zu brennen und das Licht auszustrahlen, so verstelle es wenigstens nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Nicht durch sich selbst ist die Seele erhaben, sondern durch den, dem sie gehorcht.

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Kein Tier ist so wild, daß nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?

Erasmus von Rotterdam, Handbuch des christlichen Streiters (Enchiridion militis Christiani), 1503

Hektik weist auf ein krankes Gemüt, Hauptmerkmal eines geordneten Verstandes ist Beharrungsvermögen und die Fähigkeit, mit sich selbst umgehen zu können.

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Wie man unter Meeresstille das versteht, daß nicht einmal der schwächste Luftzug die Flut bewegt, so erscheint der Zustand der Seele ruhig und still, wenn keinerlei Störung mehr da ist, durch die er in Erregung geraten könnte.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [93]

Wer sich verschließen gelernt hat, dem tut es doppelt wohl, wenn er sich aufschließen darf.

Feuchtersleben, Blätter aus dem Tagebuche des Einsamen (in: Beiträge zur Literatur, Kunst-, und Lebenstheorie), 1841

Wer in das, was von Göttlich-Geistigem heute erfahren werden kann, nur fühlend sich versenken, nicht erkennend eindringen will, gleicht dem Analphabeten, der ein Leben lang mit der Fibel unterm Kopfkissen schläft.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1912

Über den Wassern deiner Seele schwebt unaufhörlich ein dunkler Vogel: Unruhe.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1905

Die Grenze ist überschritten. der Spiegel ist zerbrochen. Aber es reflektieren die Scherben.

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Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt.

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Der denkenden Seele wohnen die Bilder der Einbildungskraft gleich dem Wahrgenommenen inne; wenn sie nun etwas Gutes oder Schlechtes bejaht oder verneint, so verabscheut oder verlangt sie danach. Deshalb denkt die Seele niemals ohne die Bilder der Einbildungskraft.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 431a (III, 7.) Übersetzt von J. H. von Kirchmann (1871)

Das beste Tischgespräch ist das Schweigen schwelgender Gäste.

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Nicht von außen wird die Welt umgestaltet, sondern von innen.

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Nach der Beschaffenheit der Gegenstände, die du dir am häufigsten vorstellst, wird sich auch deine Gesinnung richten; denn von den Gedanken nimmt die Seele ihre Farbe an.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 5,16. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Denke daran, daß das, was dich wie an unsichtbaren Fäden hin- und herzieht, in deinem Innern verborgen ist.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 10,38. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.

Neues Testament. Das Evangelium nach Matthäus (#Mt 10,28)

Die Seele ist eine Masse, in welche Gottes Bildnis eingedrückt ist.

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Auge und Ohr sind für die Menschen schlechte Zeugen, wenn sie kein feines Seelenleben haben.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 38.

Alles kommt beim Denken darauf an, daß einem die rechte Vorstellung im rechten Moment einfällt.

Hartmann, Die Philosophie des Unbewußten, 1869 (9. Auflage 1882 in zwei Bänden)

Unmut ist ein Durchdrehen der seelischen Antriebsräder, die nur Gleichmut richtig greifen lässt.

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Die sich aufschwingende Seele setzt sich nie über die Gebote der Sittlichkeit und der Liebe hinweg.

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