Seele Sprüche – nachdenklich
171 Sprüche gefunden
Nur das, was man in sich verarbeitet hat, wird fruchtbar.
Allein das äußere Auge weckt das innere auf, und das innere Auge ist das Organ des Bewußtseyns.
Die Seele schlief nämlich einen Schlaf, aus dem sie von selbst nicht zu erwachen vermochte. Nur Gott konnte sie wecken und ihr die Augen öffnen, deshalb spricht die Seele ganz richtig vom Erwachen Gottes, indem sie sagt: Du erwachst in meinem Herzen.
Bei der Mahlzeit bedenke: Du bewirtest zwei Gäste, deinen Leib und deine Seele; und was du dem Leibe bietest, wirst du bald wieder von dir geben; was du der Seele bietest, behältst du für immer!
Wer die Seele tötet, weckt die Dämonen.
Die Seele ähnelt einem Glas: ist es einmal gebrochen, so kannst du es nicht wieder zusammenfügen.
Überall nämlich, wo der Mensch wandelt, ist sein Auge so gestellt, daß er das himmlische und irdische Element mit einem Blicke auffassen muß: eine Andeutung für die Seele, daß sie allenthalben desgleichen tue.
In Gott wird auch der Seele schöpferisches Allvermögen zuteil.
Nun merket, wie die Seele zu ihrer höchsten Vollendung kommen kann: Wenn Gott in die Seele getragen wird, dann entspringt in der Seele ein göttlicher Liebesquell, der treibt die Seele wieder in Gott zurück, sodaß der Mensch nichts mehr wirken mag als geistliche Dinge.
Die Erde wunderte sich einmal, wie die Berge sich auf ihr haben bilden können. Diese antworteten ihr: "Es geschah nur durch die Verhärtung dessen, was du schon selber bist."
Das Reden mehrt die eigne Rührung mehr als fremde.
In jedem Menschen ist ein Abgrund. Den kann man nur mit Gott füllen.
Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesunden wollen!
Ein tief Gemüth bestimmt sich selbst zum Leid.
Bewahre deine Seele frei von Unaufrichtigkeit, um dessentwillen, der Herz und Nieren prüft.
Den Menschen ziemt es, auf die Seele mehr Rücksicht zu nehmen als auf den Leib; denn die Vollkommenheit der Seele kann die Gebrechlichkeit des Leibes ergänzen, Körperkraft aber ohne Geist macht die Seele in keiner Hinsicht besser.
Die Seele kann nur zu sich selbst kommen, wenn es ihr gerade nicht um sich selbst zu tun ist.
Der Frieden in allen Dingen, den lernet man allein in der wahren Abgeschiedenheit und Innigkeit. Wer ihn haben will, der soll und muß es da lernen; er muß es mit eingekehrtem Gemüt suchen und nirgend anders; hier ist er befestigt und bewurzelt.
Reinertrag Was wir sammeln, was wir speichern, mag's die Erben noch bereichern, einst vergeht's. Nur der Schatz der Seelenspenden wächst, je mehr wir ihn verschwenden, jetzt und stets.
Bei dieser körperlichen Untätigkeit ist indes meine Seele noch tätig, noch erzeugt sie Gefühle und Gedanken, und ihr inneres, moralisches Leben scheint durch das Absterben alles irdischen und zeitlichen Interesses noch zugenommen zu haben.
Himmel und Erde streiten um die Menschenseele. "Herauf zu mir!" ruft der Himmel, und das bessere Ich verstärkt seinen Ruf. "Herab zu mir!" ruft die Erde, und die Sinnlichkeit ist mit ihr im Einklange. Aber hinaufsteigen ist schwer; die Hand aus den Wolken muß helfen, und – nur den Demütigen gibt sie Gnade.