Seele Sprüche – nachdenklich
171 Sprüche gefunden
Jede Seele ist ein Pfand für das, was sie begangen hat.
Nur das wird dem Menschen vergolten, was er mit Vorbedacht getan.
Schau nicht auf den Krug, sondern auf den Inhalt.
Ein auferhobenes Gemüt sollst du haben, nicht ein niederhangendes, ein brennendes Gemüt, in dem doch eine ungetrübte, schweigende Stille herrscht.
Ein Schüler kam auf der Suche nach der Wahrheit des Buddhismus ins Kloster: "Was willst du in einem Kloster?" fragte der Meister. "Warum kümmerst du dich nicht um den Schatz in deinem eigenen Hause?" "Was ist mein Schatz?" fragte der Schüler. "Der da fragt ist dein Schatz", sagte der Meister.
Eine beengte Seele kann Gott nicht freudig dienen.
In seiner königlichen Seele herrscht Ein Etwas, das mich in Beklemmung setzt.
Nicht von Gottes Strenge kommt es, wenn er viel verlangt vom Menschen, es kommt von seiner großen Milde: weil er will, daß die Seele sich weiter mache, auf daß sie recht viel zu empfangen und er ihr recht viel zu geben vermöge!
Soll die Seele Gottes gewahr werden, so muß sie auch ihr Selbst vergessen und sich selber verlieren. Denn solange sie sich selbst sieht und weiß, solange gewahrt sie Gott nicht.
Und so ist es denn nicht das Streben nach Glück, was auf der Erde uns leiten soll. Streben nach dem Unendlichen, Ausbildung seiner Seele, dies ist es, was wir ohne Hinsicht auf Lust und Ruhe unbedingt ausüben müssen.
Sowohl des Menschen Körper als auch seine Taten können erblickt werden. Vielmehr aber liegt inwendig in ihm, was keiner sieht und keiner kennt.
Schändlich ist es, wenn deine Seele schon ermüdet, ohne daß der Leib schon müde ist.
Eine gereinigte Seele ist nicht eine reine Seele.
Man muß seinem Körper etwas bieten, damit die Seele Lust hat, drin zu wohnen.
Halte deiner Seele Spiegel Unter jedem Hauche rein; Göttlicher Gedanken Siegel Möge deine Stirne sein!
Die Höhe einer Menschenseele ist zum Teil danach zu ermessen, wie weit und vor wem sie fähig ist, Ehrfurcht und Verehrung zu bezeugen.
Ein Seelenbad ist wichtiger als Sonnenbaden.
Den meisten Menschen ist an den eigenen Seelen nichts gelegen, darum auch an den Seelen der anderen nicht. Das ist ein Grundübel dieser Zeit.
Siebenmal habe ich meine Seele verachtet: Das erste Mal, da ich sie als demütig ansah, auf dass sie an Größe gewinne. Das zweite Mal, als ich sah, wie sie vor Verkrüppelten hinkte. Das dritte Mal, als sie zwischen Schwerem und Leichtem wählen konnte, und sie sich für das Leichte entschied. Das vierte Mal, als sie ein Unrecht beging und sich selbst damit tröstete, dass auch andere Unrechtes tun. Ein fünftes Mal, als sie etwas aus Schwäche unterließ und ihrer Langmut Stärke zuschrieb. Das sechste Mal, als sie die Hässlichkeit eines Gesichtes verachtete und nicht erkannte, dass es eine ihrer eigenen Masken war. Und das siebte Mal habe ich meine Seele verachtet, als sie zu einem Lobgesang anhob und das für Kunst hielt.
Die Seele soll ihren Schritt lenken in die Ewigkeit ihres eignen Wesens und andächtig betrachten, wie sie durch die Gnade Gottes eine unvergängliche Natur ist, die er berufen hat zur Gemeinschaft seiner ewigen Seligkeit.
Ich danke dir, du tiefe Kraft, Die immer leiser mit mir schafft Wie hinter vielen Wänden; Jetzt ward mir erst der Werktag schlicht Und wie ein heiliges Gesicht Zu meinen dunklen Händen.