Seele Sprüche – philosophisch

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Die Hauptsache ist, daß man eine Seele habe, die das Wahre liebt und die es aufnimmt, wo sie es findet.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 16. Dezember 1828

Ja, das ist eines der Geheimnisse des Lebens: die Seele durch die Sinne heilen können und die Sinne durch die Seele.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Wenn die Seele eine bestimmte Klarheit der Wahrnehmung erlangt hat, gewinnt sie ein Wissen und eine Lebensmotivation jenseits aller Selbstsucht.

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Der Körper ist nur die Form der Seele.

Pölitz (Hg.), Immanuel Kant’s Vorlesungen über die Metaphysik (aus drei Vorlesungsschriften), 1821 (posthum anonym hg. von Pölitz)

Die Grenze ist überschritten. der Spiegel ist zerbrochen. Aber es reflektieren die Scherben.

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Die Idee ist noch nicht Seele und die Seele noch nicht Geist, aber der Geist ist innerhalb der Seele, und die Seele nur innerhalb der Idee, und diese drei sind nur eins bei aller Verschiedenheit, und nur als in einem Einigen seiend, können sie verstanden werden vom Geiste.

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Erlebnisse der Seele sind Zustände der Begeisterung und prophetischer Ahnung, die sich auf Grund von Traumerfahrungen einstellen.

Aristoteles, Über Philosophie (De philosophia). Fr. 10 Ross

In den Anziehungskräften, die in unserer Seele leben, wird offenbar, wohin sie gehört, ob zu niedrigen, ob zu höheren Weltreligionen.

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Der denkenden Seele wohnen die Bilder der Einbildungskraft gleich dem Wahrgenommenen inne; wenn sie nun etwas Gutes oder Schlechtes bejaht oder verneint, so verabscheut oder verlangt sie danach. Deshalb denkt die Seele niemals ohne die Bilder der Einbildungskraft.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 431a (III, 7.) Übersetzt von J. H. von Kirchmann (1871)

Diese Welt ist ein Nichts, was ist, das bin ich, meine Seele.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Nach der Beschaffenheit der Gegenstände, die du dir am häufigsten vorstellst, wird sich auch deine Gesinnung richten; denn von den Gedanken nimmt die Seele ihre Farbe an.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 5,16. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Garstiges Vernunft-Phantom bleibt jeder, der nicht begreifen kann, daß die Seele der Quell der Liebe ist; daß im Gemüte Geist und Seele zur lebendigen Sittlichkeit in eins gebildet werden müssen, und daß die Zwecksittlichkeit ein Unding und Skandal für jeden Menschen ist, welcher die Gesetze der Natur und Übernatur von Kindesbeinen an in sich wirksam fühlt.

Goltz, Typen der Gesellschaft, 2 Bde., 1860

Nur das, was in Freiheit aus uns selbst kommt, hält die Seele wirklich und wahrhaft fest.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 4. Dezember 1830

Der menschlichen Seele Ziel und äußerste Vollendung ist: erkennend und liebend die ganze Ordnung der geschaffenen Dinge zu durchschreiten und vorzudringen zum ersten Urgrund, welcher Gott ist.

Aquin, Summe gegen die Heiden (Summa contra gentiles), auch bekannt mit seinem Untertitel "Über die Wahrheit des katholischen Glaubens" (Liber de veritate catholicae fidei contra errores infidelium), entstanden um 1260. 2, 87

Wie die Seele in jeglichem Teil des Leibes ganz ist, so ist Gott ganz in allem und jedem Seinswesen.

Aquin, Summe der Theologie, bzw. Hauptinhalt der Theologie (Summa theologica), entstanden 1265-73, Erstdruck 1485

Unser höchstes Gut kann nur durch uns selbst in seiner Tiefe gehoben werden.

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Es gibt weder Geburt noch Tod, weder eine unfreie noch strebende, weder eine befreite noch eine suchende Seele. – Dies ist die letzte und absolute Wahrheit.

Shankara, Das Kleinod der Unterscheidung (Viveka Chudamani), übersetzt von Ursula von Mangoldt-Reiboldt 1957

Nicht das Vielwissen sättigt die Seele und leistet ihr Genüge, sondern das innere Fühlen und Verkosten der Dinge.

Ignatius von Loyola, Geistliche Übungen (Ejercicios espirituales), 1522-24. Übersetzt von Alfred Feder S.J., 1922

Zweifellos ist ein Stück Göttlichkeit in uns, etwas, das es schon vor den Elementen gab.

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Unsre Seele, wenn sie die sterblichen Erfahrungen ablegt und allein nur lebt in heiliger Ruhe, ist sie nicht, wie ein unbelaubter Baum? Wie ein Haupt ohne Locken?

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Der Geist strebt nach dem Himmlischen, das Fleisch nach dem Angenehmen, die Seele nach dem Notwendigen.

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