Seele Sprüche – weisheit

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Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazierengehen kann.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1905

Was eine Seele im Aufschwung faßte und was wie vom Himmel in sie niedersank, ist immer ein Vollendetes und Ganzes, dazu ausersehen, auch zum Leben seiner Zeit etwas hinzuzutun.

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Niemand ist weiser als wer seine Seele immerdar in Händen trägt. Es hat der Mensch keinen kostbareren Schatz als seine Seele. Er muß also wachen und beständig auf der Hut sein, weil dem Heil der Seele nichts gleich kommt.

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Die Seele altert nicht wie der Körper.

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Bei mir ist das Ewige und Unzerstörbare im Menschen, welches daher auch das Lebensprinzip in ihm ausmacht, nicht die Seele, sondern, mir einen chemischen Ausdruck zu gestatten, das Radikal der Seele, und dieses ist der Wille.

Schopenhauer, Über den Willen in der Natur, 1836. Physiologie und Pathologie

Die menschliche Seele muß bei jeder Gelegenheit Lehren empfangen; auf ihre innerste Erfahrung, auf ihr Nachdenken kommt es dabei an.

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Die Geschichte einer Menschenseele, auch der kleinsten, ist fast fesselnder und nützlicher als die eines ganzen Volkes, besonders wenn sie das Ergebnis der Beobachtungen ist, die ein reifer Geist an sich vornimmt, und wenn sie ohne den eitlen Wunsch, Teilnahme oder Bewunderung zu wecken, geschrieben ist. Die Beichte Rousseaus hat schon den Fehler, daß er sie seinen Freunden vorlas.

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Die trockene Seele ist am weisesten und am besten.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 98.

Wenn Seele und Leib keinen gemeinsamen Punkt hätten, wovon sie ausgehen, wie könnten sie zusammen ausdauern? Anziehungskraft ist doch die allgemeinste Kraft der Welt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1835

In der schwarzen Nacht der Seele ist es immer drei Uhr morgens, Tag für Tag.

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Der Frieden in allen Dingen, den lernet man allein in der wahren Abgeschiedenheit und Innigkeit. Wer ihn haben will, der soll und muß es da lernen; er muß es mit eingekehrtem Gemüt suchen und nirgend anders; hier ist er befestigt und bewurzelt.

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Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir.

Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 1894

Das Gewaltigste in der Welt ist das, was sich weder sehen, noch hören, noch betasten läßt.

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Halte es für einen zuverlässigen Grundsatz: Wenn der Mensch wider das mystische Leben redet, so kennt er es nicht und hat keinen Begriff von der inneren Regeneration.

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Es ist doch ewig gewiß und zeigt sich überall: je unschuldiger, schöner eine Seele, desto vertrauter mit den andern glücklichen Leben, die man seelenlos nennt.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Große Seelen sind nicht leicht zu erkennen, sie halten sich zurück; gewöhnlich bemerkt man nur eine gewisse Eigenheit. Es gibt mehr große Seelen als man glaubt.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Vornehme Seelen sind also die, welche auf das Hauptziel der gewöhnlichen Seelen, den egoistischen Genuß des Lebens, prinzipiell verzichten, um sich der Hebung des gesamten Geschlechtes um so wirksamer widmen zu können.

Hilty, Glück, 3 Bde., 1890-99. Zweiter Band

Von allen Heilmitteln der Seele ist die Zeit zwar das wirksamste, aber auch das kostspieligste. Man muß es mit einem unwiederbringlichen Dasein bezahlen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wie die eigene, so erscheint auch die fremde Seele in ihrem Unendlichkeitswert allein in der Ehrfurchtshaltung. Für den ehrfürchtigen Menschen ist jede Menschenseele ein Heiligtum, ein Tempel Gottes.

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Große Seelen fühlen immer edelmütige Unterwerfung, Verehrung gegen das, was über ihnen ist; nur kleine, niedrige Seelen fühlen anders.

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Die Schönheit der Seele ist die Tugend und ihre Hässlichkeit das Laster.

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