Seele Sprüche – zukunft
50 Sprüche gefunden
Friedvoller Ort! So seien unsere Seelen, morgens, abends – wenigstens morgens, abends!
Zwei Augen hat die Seel: eins schauet in die Zeit, Das andre richtet sich hin in die Ewigkeit.
Fürchte nicht, daß der Körper, sondern daß die Seele altert.
Erheb, o Seele, deinen Sinn! Was hängst du an der Erden? Hinauf, hinauf zum Himmel hin; Denn du mußt himmlisch werden!
Unsre Seele harrt auf den Herrn; er ist uns Hilfe und Schild.
Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.
Hunderttausend Seelen – wie viele Menschen mögen das sein?
Welchem Dinge glichest du gestern, Seele, welchem Dinge gleichest du heute? Gestern aß und trank ich, heute sind mir meine Gedanken voll. Gestern fegte und begoß ich, heute stieg ich auf den Kehricht hinauf. Gestern glich ich einer Rose an ihrem Stengel, heute ist sie an ihrer Stelle vertrocknet.
Mit unendlichem Gespür vernimmt die Seele Töne, die das Ohr nicht hört, und sieht, was den Augen verborgen bleibt, durch alle Zeiten, Räume hin und über sie hinaus. Grenzenlos, ursprünglich ist ihr Wissen – ihre Erinnerung.
Ich glaube, daß unsere Seelen sich bereits mit zwanzig Jahren zu dem Grade entwickelt haben, auf dem sie sein sollen und wo sie alles das versprechen, was sie vermögen. Eine Seele, die in diesem Alter noch keine überzeugende Hoffnung von ihren Kräften blicken läßt, gibt auch später keine Beweise mehr davon.
Sehnsucht nach dem Besten veredelt die Seel' unaufhörlich!
Aufgeregte Gemüter zittern vor Hoffnung und Furcht.
Die Menschen haben eine Seele, die noch lebt, nachdem der Körper zu Erde geworden ist; sie steigt durch die klare Luft empor, hinauf zu all den glänzenden Sternen.
Alles, was vergangen ist alles, was gegenwärtig ist alles, was zukünftig ist, das erschafft Gott im Innersten der Seele.
Die Worte "Habt Mut zu euern Träumen", die ich euch hinüberrufe, als stünd' ich Aug in Aug mit euch und ihr hättet mir eure tiefste Not verraten, diese Worte beziehen sich ganz ausschließlich auf das innere Schicksal und das innere Gesetz. Der Seelenraum für jegliche Illusion, das heißt also, in meinem Sinn verstanden, für jede Traumerhöhung, ist in jedem Menschen unbedingt vorhanden; weder der Schwachsinnige noch der Tatbesessene bilden eine Ausnahme; viele haben ihn bloß noch nicht entdeckt, und wenn sie ihn entdeckt haben, haben sie nicht gewagt, ihn zu betreten; oder sie haben gleich wieder die Flucht ergriffen; oder sie haben das Gefühl, es sei ihrer nicht würdig, sich darin aufzuhalten, da es doch ihre gottgewollte Pflicht ist, Kurszettel zu lesen, Kaufverträge zu schließen, Petroleum zu bohren, Anleihen zu vermitteln, diplomatische Noten zu wechseln oder über die Rätsel der Nationalökonomie nachzudenken.
Werde heiter, mein Gemüte, Und vergiß der Angst und Pein! Groß ist Gottes Gnad und Güte, Groß muß auch dein Hoffen sein. Kommt der helle goldne Morgen Nicht hervor aus dunkler Nacht? Lag nicht einst im Schnee verborgen Dieses Frühlings Blütenpracht? Durch die Finsternis der Klagen Bricht der Freude Morgenstern; Bald wird auch dein Morgen tagen: Gottes Güt ist nimmer fern.
Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung.
Die Menschheitsseele Ich war bei dir, in einem andern Leben, und doch, ein andres Leben war es nicht. Ich sah dich wie in Lichtes Fluten schweben, und doch und doch gebrach es mir an Licht. War bei dir, ich weiß nicht, ob am Tage, ob auch vielleicht in sternenarmer Nacht, und finde keine Antwort auf die Frage, welch Intervall mich dir emporgebracht. Es schien mir wie in unbekannter Ferne, und doch war diese Ferne mir bekannt; du strahltest wie auf einem andern Sterne, und doch war dieser Stern mein Vaterland. Wir trafen uns so weltenabgelegen, ich weiß es nicht, in welchem Geisterreich; du kamst wie eine Fremde mir entgegen, und doch und doch erkannte ich dich gleich. Ich hatte dich so oft, so gern gesehen, als pilgernd ich zum Morgenlande kam; ich sah dich leiden, und so ist's geschehen, daß ich dein Bild im Herzen mit mir nahm. Du gingst von dort nach allen, allen Landen. Doch, wo du grüßtest, dankte man dir kaum. So bliebst du unbeachtet, unverstanden, ein armes Weib der Menschheit Jugendtraum. Nun war ich bei dir, jetzt, emporgetragen von meiner Liebe, die dir treu verblieb, denn wie sie dich geliebt in jenen Tagen, so hat dich meine Seele jetzt noch lieb. Und wie mein Herz dein Weh mit dir gelitten, der Menschheit großes, selbstverschuldet Leid, so hab ich mutig stets für dich gestritten und bin für dich auch ferner kampfbereit. Mir ist ja die Erkenntnis aufgegangen, die leider nicht ein Jeder in sich trägt, daß der Verwandtschaft Bande uns umfangen und daß mein Puls grad wie der deine schlägt. Ich weiß es, daß ich mit dir steh und falle; daß deine Zukunft auch die meine ist und daß als leiser Ton ich mit erschalle in dem Akkorde; dessen Klang du bist. Als dieser Ton bin ich emporgeklungen auch heut zu dir und klinge fort und fort; als dieser Ton hab ich auch mitgesungen dein Klagelied, dein holdes Friedenswort. Ich weiß es wohl, es wird umsonst erklingen, so viel der Mensch vom Völkerfrieden spricht; ihn kann ja nur die wahre Liebe bringen, und diese, diese kennt der Mensch noch nicht. Ich dachte dein und durfte zu dir steigen; es war so licht, so hell, so klar bei dir, und dennoch konntest du dich mir nicht zeigen, denn dunkel, menschendunkel war's bei mir. Du gingst vorüber, und in frommer Feier verklang in mir der Wehmut heilger Ton; es legte sich um mich der Hoffnung Schleier - - du warst verschwunden; warst der Welt entflohn.
Die Zeit ist schlecht, doch gibt's noch große Seelen.
Nimmer vergeht die Seele, vielmehr die frühere Wohnung tauscht sie mit neuem Sitz und lebt und wirkt in diesem.
Großer Gott, lass meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird!