Seele Sprüche – zukunft

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Zeichen der Seele Ist das noch derselbe Himmel, Der sich über mir gespannt, Als im flackernden Gewimmel Wilder Feuer ich gebrannt? Ist das noch dieselbe Erde, Die mein rascher Fuß betrat, Als mit glühender Gebärde Ich geschleudert Zukunftssaat? Erd' und Himmel sind die gleichen, Und die gleichen Sonnen lohn, Doch die Seele rückt ihr Zeichen In begrenzte Felder schon. Schritt für Schritt wird nun gemessen, Noch im Schwunge geizt die Hand, Rann doch zu viel Korn indessen Auf Morganas Wüstensand ...

Henckell, Buch des Lebens, 1921. Züricher Bilder

Der Tag neigt sich zu Ende, Es kommt die stille Nacht; Nun ruht, ihr müden Hände, Das Tagwerk ist vollbracht. Du aber, Seele, ringe Dich von der Erde los, Und werde leicht und schwinge Dich auf in Gottes Schoß. Hinauf mit Glaubensflügeln, Die Liebe fliegt voran, Wo über dunkeln Hügeln Der Himmel aufgetan.

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So wuchs der Sintlingerhübel gleich einem Berge in die Luft hinauf, von dem zwanzig, dreißig Dörfer das Ahnen eines geheimnisvollen Lichtes auf der Welt erhielten, einem Licht, das in dem Menschen brennt, aus dem einen herrlich herausglüht, in dem andern hinter Schmutz und Trümmern verborgen bleibt, das gleichwohl niemand entbehrt.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Drittes Buch, 2. Kapitel

Nein, der Seele bleibt keine Narbe zurück. Der Menschheit wird die Kugel bei einem Ohr hinein und beim andern herausgegangen sein.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. VI. Nachts

In den Kampf Seele, sieh', es keimt der Tag; Was verhüllt im Dunkeln lag, Alles hebt sich aus der Nacht, Was dich wieder kämpfen macht, Was dich wieder mit der Welt In der Zweifel Fragen stellt: Wirst du heute dich befrei'n, Oder ihr Gefang'ner sein? Tröste dich und warte nur, Alles findet seine Spur, Hält uns nur den Glauben jung Irrtum und Begeisterung.

Fischer, J. G., Gedichte

Im Schmuck des Lenzes stehn die Aun, Es trieft die Welt von Maienlust Und Sträuße winden holde Fraun Und Mädchen sich aus Blatt und Blust. Und auch in meiner Brust erstehn Viel tausend Blumen mannigfach; Sie blühen, duften und vergehn … Und keine Seele fragt darnach.

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Wir werden nie mehr wieder unsere Seele von heute Abend haben…

de Noailles, Les Eblouissements, 1907. Aus: Il fera longtemps clair ce soir (Es wird lange hell bleiben heute Abend). Übers. Internet

Es schafft die Not mit Hämmern, die Güte schafft mit Licht; es schaffen Not und Liebe der Seele Angesicht.

Seemann, Funken, 1940