Seele Sprüche – zukunft

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Ich bin überzeugt, dass es Brillen für die Seelenkräfte gibt so gut wie für die Augen. Es wäre sonderbar, wenn so etwas nicht sollte möglich sein.

Lichtenberg, Sudelbuch K, 1793-1796. [K 96]

Im Abgrund blau und tief Die Körperlosen schweben, Sie zaubern und beleben Die nächtige Harmonie, - Den Frühling grüßen sie!

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Oft sagt' ich euchs: es würde nacht und kalt Auf Erden und in Not verzehrte sich Die Seele, sendeten zu Zeiten nicht Die guten Götter solche Jünglinge, Der Menschen welkend Leben zu erfrischen.

Hölderlin, Der Tod des Empedokles, entstanden 1797-1800, unvollendetes Drama, posthum veröffentlicht in drei Fassungen 1846. 1. Akt, 5. Auftritt, Empedokles

Es ist alles klein und winzig und so gleichgültig. Nur das, worauf die Seele hofft und wohin sie zieht, ist groß und ewig.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Die Welt ist mir zu eng, der Himmel ist zu klein; Wo wird doch noch ein Raum für meine Seele sein?

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

O tiefe Wildnis, ruhsamer Wald, wie bist du in Ewigkeit jung und rein! Vom blutigen Kreuzweg der Menschen entweiht dich keine Spur. Wildnis, o Wiege verlassener Seelen! Wie ein Wandervogel auf dem Baumast, so nahm die aus Ewigkeiten kommende Seele den menschlichen Leib zur kurzen Rast, ehe sie weiter fliegt in die Ewigkeiten. Und der Leib wieder liebt es zuweilen, seitab von der heißen Pilgerstraße in der Waldwildnis zu ruhen.

Rosegger, Jakob der Letzte, 1888

Ich hoffe, daß sich einst erfülle Was uns das Leben auch verhehle, Und daß sich nach entseelter Hülle Uns zeige die enthüllte Seele.

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Seelen gibt es, die an Sterne mahnen, unbemerkt auf sonn'gen Alltagsbahnen; Dämmerung und Finsternis erst sagen euch, wieviel des Lichts sie in sich tragen.

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Die Welt, die ein jeder in sich trägt, ist das Wichtigste, und es liegt zum Teil in unserer eigenen Macht, sie groß und rein und schön zu gestalten, weder Ort noch Zeit, noch äußere Umstände können ihr was anhaben.

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Unsere Toten leben fort in den süßen Flüssen der Erde, kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt, und es ist ihre Seele im Wind, der die Oberfläche der Teiche kräuselt.

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Seelenwanderung Wohl tausendmal schon ist er hier Gestorben und wieder geboren, Sowohl als Mensch wie auch als Tier, Mit kurzen und langen Ohren. Jetzt ist er ein armer blinder Mann, Es zittern ihm alle Glieder, Und dennoch, wenn er nur irgend kann, Kommt er noch tausendmal wieder.

Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Wie ein Abschnitt unseres Lebens – ja selbst wie der Hintergrund, auf den dieser Lebensabschnitt gezeichnet ist, uns in der Erinnerung erscheinen soll – das hängt doch schließlich davon ab, ob es in unserer Seele während der Zeit hell oder dunkel ist.

Spielhagen, Hammer und Amboss. Roman in fünf Bänden, 1869

Bezüglich unseres Innern können wir es mit der Zeit überall zu einer Stetigkeit, Festigkeit bringen; mit unserem Herzen aber erst dann, wenn unsre Phantasie ihre letzten Farben eingebüßt.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Vergebens sprichst du, o Seele, zu einem entseelten Geschlecht!

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Wolken seh' ich abendwärts Ganz in reinste Glut getaucht, Wolken ganz in Licht zerhaucht, Die so schwül gedunkelt hatten. Ja, mir sagt mein ahnend Herz: Einst noch werden, ob auch spät, Wenn die Sonne untergeht, Mir verklärt der Seele Schatten.

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Nur von der Seele her kann der Himmel aufbrechen über die Erde.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

So viel ist wohl gewiß, daß in besondern Zuständen die Fühlfäden unserer Seele über ihre körperlichen Grenzen hinausreichen können und ihr ein Vorgefühl, ja auch ein wirklicher Blick in die nächste Zukunft gestattet ist.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 7. Oktober 1827

Träume nur, Seele… In den verdämmernden Herbsttag hinein zauberst du lachenden Sonnenschein, und aus der Blätter vergilbendem Flor blühen dir duftige Veilchen empor, träumende Seele – Tönt denn der Glocken dumpfhallender Klang dir wie ein schmetternder Lerchengesang? Siehst du der Erde verweintes Gesicht, fühlst du die eisigen Nebel denn nicht, träumende Seele? – Träume nur, träume… der Frühling ist weit; Rosen hat's nimmer im Winter geschneit – dumpf; nur und klagend, verweht vom Nordwest, läuten die Glocken zum Totenfest. Träume nur, Seele…

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Die Sonne geht auf von Rot umhaucht, Die Sonne sinkt nieder, in Rot getaucht. Eine große Seele zeigt sich gleich. In Glück, in Unglück an Schönheit reich.

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Manche Seele macht uns schauern, Hofft sie, ewig fortzudauern.

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... Was kann der Mensch geben zum Werte seiner Seele? »Geld, Geld, reich, reich« hätte ihm [Christen] früher immer in den Ohren geklungen. ... In Zukunft sollte »Friede, Friede, fromm, fromm« in seinen Ohren sein. ...

Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/44