Sterben Sprüche
Sprüche über Sterben
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Die menschliche Spezies ist die einzige, die weiß, dass sie sterben muss.
Gott, einen Strahl aus deinen Wolken sende Auf dieser Vorstadt schmerzenreiches Dach! Hier ringt ein Mensch mit seinem schweren Ende, Sei gnädig, hilf der armen Seele nach! Zieh aus der Kinder fesselndem Gewimmer, Zieh aus des Weibs Umschlingung ihn zu dir. Herr, säume nicht! Er duldet ja noch immer, Herr, schläfst du auch? O wache, Herr, mit mir! Am niedren Fenster schleich ich sacht vorüber, Noch glimmt der Lampe Docht, wer löscht sie aus? Sie schimmert durch die Laden, stündlich trüber, Und Käuzlein flattern um das Sterbehaus. Hu! Fort von dieser schauervollen Schwelle, Hier tut ein Andrer Wächterdienst als ich. Dort lagert er, der schreckliche Geselle, Und kauert lauernd vor die Türe sich. Er malt ein Kreuz, ein weißes, an die Schalter, Er winkt, er klopft ... O Würger, halte an! Es ist geschehn. Hab Dank, du alter, kalter Nachtwächtersmann, du hast dein Werk getan!
Wer gelernt hat zu sterben, hat verlernt zu dienen.
Sterblich ist alles Gut der Sterblichen.
Ihr, die ihr leset, wandelt noch unter den Lebenden, ich aber, der ich schreibe, werde lange schon meinen Weg in das Reich der Schatten gegangen sein.
Zur Unzeit stirbt niemand, der als Unglücklicher stirbt.
Ist das nicht, so frage ich, Irrsinn, zu sterben nämlich, um nicht zu sterben?
Ist es wirklich Pflicht, ein krankes, schwaches Leben nach Möglichkeit noch zu verlängern? Ist ein schnelles Verflackern nicht besser, wo die Flamme noch bis zuletzt wärmen und leuchten kann, anstatt eines langsamen, trüben Verglimmens?
Wenn man an die Grenze geht, muss man sich den Zollwächter gefallen lassen, darum hadre keiner mit einem Arzt.
Sterben müssen ist Bitterkeit, sterben dürfen Süße.
Und senkst du schon die Fackel, Thanatos? Ich fühle, wie das starke Licht sich neigt. Die Schatten fallen breiter auf den Weg. Die Stille wächst, das große Dunkel steigt.