Sterben Sprüche
Sprüche über Sterben
587 Sprüche in dieser Kategorie
Sterb ich dir heute nicht, sterb ich dir morgen: Schwebend im Gleich des All sind wir geborgen.
Notwendig ist im Augenblick des Todes ein unbesiegbarer Glaube voll höchster geistiger Gelassenheit.
O Grille, sing O Grille, sing, Die Nacht ist lang. Ich weiß nicht, ob ich leben darf Bis an das End von deinem Sang. Die Fenster stehen aufgemacht. Ich weiß nicht, ob ich schauen darf Bis an das End von dieser Nacht. O Grille, sing, sing unbedacht, Die Lust geht hin, Und Leid erwacht. Und Lust im Leid, - Mehr bringt sie nicht, die lange Nacht.
Sterbelied Es ist genug! Mein matter Sinn Sehnt sich dahin, wo meine Väter schlafen. Ich hab es endlich guten Fug, Es ist genug! Ich muß mir Rast verschaffen. Ich bin ermüdt', ich hab geführt Die Tages Bürd': Es muß einst Abend werden. Erlös mich, Herr, spann aus den Pflug, Es ist genug! Nimm von mir die Beschwerden. Die große Last hat mich gedrückt, Ja schier erstickt, so viele lange Jahre. Ach laß' mich finden, was ich such. Es ist genug! Mit solcher Kreuzesware. Nun gute Nacht, ihr meine Freund', Ihr meine Feind', ihr Guten und ihr Bösen! Euch folg die Treu', euch folg der Trug'. Es ist genug! Mein Gott will mich auflösen. So nimm nun, Herr! hin meine Seel', Die ich befehl in deine Händ' und Pflege. Schreib sie ein in dein Lebensbuch. Es ist genug! Daß ich mich schlafen lege. Nicht besser soll es mir ergehn, Als wie geschehn den Vätern, die erworben Durch ihren Tod des Lebens Ruch, Es ist genug! Es sei also gestorben!
Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht, Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht. Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden; Dein roter Mund besiegelt des Freundes Umnachtung.
Wir sterben, um zu leben.
Zu spät Fröhlich kam ich. Auf zur Sonne Schaute stolz die weiße Lilie; Und die Lilie war so schön! Träumend blieb ich und ich träumte Nur von ihr und meiner Liebe; Und die Lilie war so schön! Und ich ging. Doch als im Gehen Ich die Lilie pflücken wollte, Ach, da war sie längst verblühet! … Und so verblüh' ich, wie die Lilie, Und so sterb' ich hin wie sie.
Eine böse Stunde lässt alle Freude vergessen; und wenn der Mensch stirbt, tritt erst hervor, wie er gelebt hat. Darum rühme niemand vor seinem Ende; denn was einer für ein Mensch gewesen ist, das zeigt sich in seiner Todesstunde.
Wenn ich sterbe Wenn ich sterbe, bitte ich dich steh nicht am Grab, beweine mich nicht. spiel keine traurige Musik, sing vom Leben und vom Glück - Lass bloß keinen Pfarrer in der Bibel lesen, und erzählen wie gut ich gewesen. Lasst bei mir bitte Gerechtigkeit siegen - und begrabt mich nicht unter Lügen. Ich war mal gut, ich war mal böse - macht mich nicht besser, als ich gewesen. Am Ende werd ich doch selber wissen - was ich tun oder lassen hätte müssen. Das, was ihr begrabt in aller Stille - ist im Endeffekt nur eine Hülle. Indem die Seele gewisse Frist hier auf dieser Erde ist. Ganz gewiss seh ich Euch zu - wenn ihr mich bettet zur letzten Ruh. Ich, die dann gewisse Zeit - hier im Lande Frieden bleibt. Und mich wenn die Zeit gegeben - reinstürze in ein neues Leben.
Schwalbensiziliane. Zwei Mutterarme, die das Kindchen wiegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder. Maitage, trautes Aneinanderschmiegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder. Des Mannes Kampf: Sieg oder Unterliegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder. Ein Sarg, auf den drei Handvoll Erde fliegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder.