Sterben Sprüche – leben

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Es ist hart zu leben; aber härter ist es noch zu sterben.

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Ich lebe, ohne in mir zu leben und ein so erhabenes Leben erhoffe ich, daß ich sterbe, weil ich nicht sterbe.

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Alle Pfade, die zum Leben führen, alle führen zum gewissen Grab.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Ideal und das Leben, 1795; erschien zuerst in den Horen 1795 unter dem Titel: "Das Reich der Schatten", später auch unter "Das Reich der Formen". In späteren Ausgaben fehlten einige Strophen, u.a. auch die, aus dem dieser Text stammt.

Sei fest bereit zu sterben, denn Tod und Leben, beides wird dadurch süßer.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623. 3. Aufzug, 1. Szene, Herzog

Nichts stand in seinem Leben ihm so gut, Als wie er es verlassen hat; er starb Wie einer, der sich auf den Tod geübt, Und warf das Liebste, was er hatte, von sich, Als wär's unnützer Tand.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Dorothea Tieck, Berlin 1832. 1. Aufzug, 4. Szene, Malcolm

Kein Leugnen hilft, kein Widerstreben, wir müssen sterben, weil wir leben.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Wir Kinder der Vergangenheit …

Denn hinderlich, wie überall, Ist hier der eigne Todesfall.

Busch, Bildergeschichten. Dideldum!, 1874. Aus: Der Maulwurf

Dem, der zu sterben wünscht, kann der Tod niemals fern sein.

Seneca, Phaedra (alternativer Titel auch Hippolytus). V. 878. Übers. Internet Originaltext: Mori volenti desse mors numquam potest.

Ich soll sterben? Was heißt das anders als, ich werde nicht mehr krank sein können, werde nicht mehr gefesselt werden können, nicht mehr sterben können.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 24. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Moriar: hoc dicis, desinam aegrotare posse, desinam alligari posse, desinam mori posse

Aber leben zu lernen, dazu gehört das ganze Leben, und, was du vielleicht noch wunderbarer finden wirst, sein Leben lang muss man sterben lernen.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 7. Kapitel. Übers. von Otto Apelt (1923) Originaltext: Vivere tota vita discendum est et, quod magis fortasse miraberis, tota vita discendum est mori

Dein Bewußtsein wird, ach schneller als du dachtest, bald versiegen und der Leib gleich einem Holzstück wertlos auf dem Boden liegen.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 41. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Leben und Tod In dem Leben wohnet Sterben; in dem Sterben wohnet Leben; Lasse dir das Sterben lieben du, dem Leben nur ist eben!

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Man stirbt nur einmal – und für so lange.

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Selbst, wenn das Sterben vom Willen des Menschen abhinge, würde keiner am Leben bleiben.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1847

In den meisten Fällen ist die Todesursache eines Menschen sein Leben.

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Vom Leben muß man wie vom Mahle fortspazieren, dem Wirte danken und sein Bündel schnüren.

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Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: weder durstig noch betrunken.

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Ein Mann ist nicht der, welcher fröhlich zu leben, sondern der, welcher fröhlich, frei von der Welt, zu sterben weiß.

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Wenn unser Leben sich neigt, dann sollen wir sein wie die Bäume des Herbstes, voll reifer Früchte.

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Es ist keinem einzigen Menschen gegeben zu wissen, ob er bis zum Abend Stiefel oder Leichenschuhe braucht.

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Gut leben heißt gut sterben.

Tolstoi, Tagebücher. 1905