Sterben Sprüche – leben

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Eine böse Stunde lässt alle Freude vergessen; und wenn der Mensch stirbt, tritt erst hervor, wie er gelebt hat. Darum rühme niemand vor seinem Ende; denn was einer für ein Mensch gewesen ist, das zeigt sich in seiner Todesstunde.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 11,28f)

Die Guten sterben immer zuerst; man muss sich schämen, dass man noch am Leben ist.

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Meine Oma hat immer gesagt: "Seit das Sterben aufgekommen ist, ist man sich seines Lebens nicht mehr sicher."

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Sterben muss etwas Tolles sein. Warum? Sonst würden es nicht alle tun!

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Man sollte täglich darauf achten, dass man nicht stirbt. Ansonsten besteht die Gefahr des Todes.

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Der Tod ist die endgültige Trennung von alledem, wofür wir gearbeitet haben, von allem, was uns lieb und teuer ist. Zu schade, daß das Sterben unsere letzte Handlung ist. Es könnte uns soviel über das Leben lehren.

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Sterben ist die intensivste, vielleicht lebendigste Erfahrung des Lebens.

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Das ist das Hinterhältige am Leben, dass man nie weiß, welche Worte die letzten sind.

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Sterblichkeit ist Schein, ist, wie die Farben, die vor unsrem Auge zittern, wenn es lange in die Sonne sieht!

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus der Spruchsammlung 'Also sprach Epikuros' [60]

So wie der Wind den Sand verweht, so ist auch unser Leben. Wir wirbeln hoch, wir fallen tief – wem ist das Glück gegeben? Doch deine Seele fliegt weit fort, unendlich zu den Sternen, befreit von aller Erdenlast in weite, weite Fernen.

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Es ist Albernheit, zu leben, wenn das Leben eine Qual wird, und wir haben die Vorschrift zu sterben, wenn Tod unser Arzt ist.

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Das Leben, dieser Erdenschranken satt, hat stets die Macht, sich selber zu entlassen.

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Wäre kein Schmerz in der Welt, so würde der Tod alles aufreiben. Wenn mich eine Wunde nicht schmerzte, würde ich sie nicht heilen, und würde daran sterben.

Kleist, E. C., Prosaische Aufsätze, 1761. VIII. Gedanken über verschiedene Vorwürfe

Keiner so alt, der nicht noch ein Jahr leben will, und keiner so jung, der nicht heute sterben kann.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Sterben ist ebenso natürlich wie das Geborenwerden, und für einen Säugling ist das eine vielleicht so schmerzhaft wie für uns das andere.

Bacon, Essays oder praktische und moralische Ratschläge (The Essayes or Counsels, Civill and Morall), 1597 (1612 und 1625 um neue Essays erweitert). Über den Tod (Of Death)

Was bedeutet Umziehen im Leben - alles packen und gehen? Was bedeutet Gehen aus dem Leben - gehen und alles stehen lassen?

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Man steigt den grünen Berg des Lebens hinauf, um oben auf dem Eisberge zu sterben.

Jean Paul, Flegeljahre, 4 Bde., 1804-1805. Viertes Bändchen. Nr. 61. Labrador-Blende von der Insel St. Paul

Beklage dich nicht über die Kürze deines Lebens, es gibt mehr Menschen, die zu früh als zu spät sterben.

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Wer der Geburt nicht entgangen ist, entgeht nicht dem Tode.

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Elend Hab oft nicht zurecht mich gefunden Da draußen im Gedränge, Und oft auch wieder wurde Die Welt mir fast zu enge. Dann liebt' ich schnell und lebte schnell Und schürte mein Verderben Der Pöbel johlte – ich lachte Zu meinem lustigen Sterben.

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