Sterben Sprüche – leben

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Leben ist schwer, aber Sterben noch schwerer.

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Das Leben stirbt, aber das Sein geht weiter.

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Ihm hab ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut' oder morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit.

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Ein Vogel, der nicht sterben will, soll sich seinem Nest fernhalten.

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Zu sterben ist, Staub zu werden, und Staub wird aufgewirbelt - Ach, selbst noch auf diesem Wege gibt’s immer neue Ziele!

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Sterben ist wie eines Tages Ende. die aber am Ziel sind, haben den Frieden.

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Es ist ungerecht, von einer niedergeschlagenen und durch den Ansturm eines furchtbaren Übels besiegten Seele zu verlangen, sie solle dieselbe Kraft aufbringen wie ein ruhiges Leben. Überrascht es, dass ein Kranker weder gehen, noch wachen, noch sich aufrechterhalten kann? Wäre es nicht weit seltsamer, wenn er noch selber wäre, wie in gesunden Tagen? Wenn wir Kopfschmerzen gehabt und schlecht geschlafen haben, entschuldigt man an einem solchen Tag unsere Unfähigkeit zu jeglicher Arbeit gerne, und niemand verdächtigt uns des steten Unfleißes. Dürfen wir einem Sterbenden das Vorrecht verweigern, das wir einem, der an Kopfschmerzen leidet, zugestehen? Dürfen wir wagen, zu behaupten, er hätte in gesunden Tagen niemals Mut besessen, wenn er im Todeskampf keinen an den Tag legte?

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Dulden muß der Mensch sein Scheiden aus der Welt, wie seine Ankunft: Reif sein ist alles.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608

Nimm an, dein Leben sei ganz nach Wunsch gewesen – was dann? Und wenn das Lebensbuch nun ausgelesen – was dann? Nimm an, du lebtest in Freuden hundert Jahr – nimm meinthalb an, es seien zweihundert gewesen – was dann?

Chayyam, Die Sinnsprüche Omars des Zeltmachers (Rubaijat-i-Omar-i-Khajjam), übersetzt von Friedrich Rosen 1909

Die Furcht vor dem Tod, die den Menschen eingeprägt ist, ist zugleich ein großes Mittel, dessen sich der Himmel bedient, sie von vielen Untaten abzuhalten, vieles wird aus Furcht vor Lebensgefahr oder Krankheit unterlassen.

Lichtenberg, Sudelbuch A, 1765-1770. [A 40]

Die Furcht zu sterben sollte für viele Menschen geringer sein, als noch einmal zu leben.

Petit-Senn, Blüthen und Knospen (Bluettes & Boutades). Frei bearbeitet von Franz August Stocker, 1861

Ich kenne jenen Berg Bachu, auf den sich der Himmel stützt: Er ist aus Tjhstein, 300 Ruten beträgt seine Länge. 120 Ruten sind seine Breite. Suchos, der Herr von Bachu, ist im Osten dieses Berges, sein Tempel ist aus Karneol. Eine Schlange ist auf dem Scheitel jenes Berges, 100 Ellen in ihrer Länge, davon sind vorn drei Ellen aus Feuerstein. Ich kenne den Namen dieser Schlange: "der auf seinem Berge, der in seinem Feuer" ist ihr Name. Aber zur Zeit des Abends wendet sie ihr Auge gegen Re, da gibt's ein Stillstehen unter der Schiffahrtsmannschaft und großes Staunen auf der Fahrt. Da beugt sich Seth ihr entgegen. Der Spruch, den er als Zauber sagt: "Ich trete dir entgegen, damit die Fahrt in Ordnung kommt. Du, den ich von fern gesehen habe, schließe dein Auge! Ich habe dich gefesselt, ich bin der Männliche, verhülle dein Haupt, damit du wohlbehalten bist und ich wohlbehalten bin. Ich bin der Zauberreiche". Dann geht das Auge des Re (das Sonnenschiff) ein zum Leben.

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Ich kenne eurer Weisheit bittern Kern, und doch-ich kann den Wahn nicht meiden. Ich lebe einmal für mein Leben gern und kann das Sterben auf den Tod nicht leiden.

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Menschlich zu sterben, zu sterben mit dem Bewußtsein, daß du im Tode deine letzte menschliche Bestimmung erfüllst, zu sterben also im Frieden mit dem Tode – das sei dein letzter Wunsch, dein letztes Ziel. Dann triumphierst du auch noch im Tode über den üppigen Traum der christlichen Unsterblichkeit.

Feuerbach, Gedanken über Tod und Unsterblichkeit, Erstdruck 1830 (anonym). Der rationalistische oder ungläubige Unsterblichkeitsglaube

Was zum Galgen geboren ist, ersäuft nicht.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Es ist nicht dasselbe, ob jemand lebt, um zu sterben, oder ob jemand stirbt, um zu leben. Der heidnische Philosoph hascht noch im Sterben nach Beifall; der Apostel stirbt ständig, um in die Herrlichkeit einzugehen.

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Sterben ist kein Kinderspiel.

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Wo und wie wir fallen, ob am skäischen Tor oder am Schreibtisch usw., wir erfüllen nur unser Schicksal.

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Wer einmal völlig begriffen hat, daß er sterblich ist, für den hat eigentlich die Agonie schon begonnen.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Wer nicht gewacht hat, kann nicht schlafen; Wer nicht gelebt hat, kann nicht sterben.

Rückert, Gedichte. Erbauliches und Beschauliches aus dem Morgenlande, 2 Bde., 1836-39. Vierzeilen

Zweimal kann niemand, einmal muss jeder sterben.

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