Wahrheit Sprüche

Sprüche über Wahrheit

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Die Spatzen pfeifen manches von den Dächern, was sich kein Mensch offen zu sagen getraut.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Zur Erkenntnis der Wahrheit bin ich vielleicht gekommen, zur Seligkeit sicherlich nicht.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Diapsalmata. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Schwache Menschen, ihr gebt vor, es sei euch bloß um Wahrheit und Ausbreitung der Erkenntnis zu tun, in der Tat aber beschäftigt euch bloß eure Eitelkeit.

Kant, Briefe. An Christian Garve, 7. August 1783

Wahrhaftigkeit in Aussagen, die man nicht umgehen kann, ist formale Pflicht des Menschen gegen jeden.

Kant, Über ein vermeintes Recht, aus Menschenliebe zu lügen, 1797

Und vor der Wahrheit mächtgem Siege Verschwindet jedes Werk der Lüge.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Macht des Gesanges, 1795

Ein Mann, der nach dem Wahren strebt und Rechten, Ist ein lebendiger Vorwurf für die Schlechten.

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Aus: Sadi und der Schah

Hörer der Wahrheit, sie kann zum Segen, zum Heile dir werden; Sprecher der Wahrheit, dein Lohn ist mit dem Fluche verwandt.

Lüttringhaus (Hg.), Lebensworte aus dem Munde guter und großer Menschen aller Zeiten und Völker für Geist und Gemüt, hg. von J. D. Lüttringhaus, Lüdenscheid, um 1880

Die Wahrheit ist das eigentliche Band der Gesellschaft [...]. Ein Haushalt kann nicht durch Lügen regiert werden, eben so wenig eine Nation.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Das nenn' Ich einen Weisen! Nie die Wahrheit zu Verhehlen! für sie alles auf das Spiel Zu setzen! Leib und Leben! Gut und Blut!

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 3. Akt, 7. Auftritt, Saladin

Wer Wahrheit will bekennen, Darf ihr die höchste Glorie nicht entzieh'n, Den Ruhm des Mutes, den die Wahrheit gibt.

Gutzkow, Uriel Acosta. Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1847. 1. Aufzug, 3. Auftritt, Uriel

Wo sich viele Wahrheiten treffen, da liegt die Wahrheit.

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Zwischen Ja und Nein wird die Wahrheit erforscht.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Die tiefste und neuste Wahrheit, die heute das Gehirn eines Weisen gebar, hat morgen ihren Stand auf der Zungenspitze jedes Toren und muß sich gefallen lassen, was Witz ohne Urteil aus ihr macht.

Ludwig (Hg.), Gedanken Otto Ludwigs. Aus seinem Nachlaß ausgewählt und hg. von Cordelia Ludwig, Leipzig 1903

Wer nur die Wahrheit sieht, hat ausgelebt; Das Leben gleicht der Bühne, dort wie hier Muß, wann die Täuschung weicht, der Vorhang fallen.

Uhland, L., Gedichte. Aus: In ein Stammbuch

Wahrheiten aus dem Mund eines Toren empören mehr, als Irrtümer aus dem Mund eines Weisen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Wahrheit aber wissen wir nicht ohne Erkenntnis der Ursache.

Aristoteles, Metaphysik, entstanden zwischen 348 und 322 v. Chr., Erstdruck 1498. 993b (II, 1.) Übersetzt von Hermann Bonitz (1890)

Wahrheit verfliegt nicht in der Luft; Wer nicht sein Wort hält, ist ein Schuft.

Glaßbrenner, A., Gedichte. Verbotene Lieder. Von einem norddeutschen Poeten, Bern 1844. Originaltext

Die Wahrheit ist von Ewigkeit. Aber die Zeitlichkeit ist nicht außer der Ewigkeit. Und so ist die ewige Wahrheit wirksam in der Zeit. Die Ewigkeit erhält die Wahrheit in der Zeit, indem sie den Atem anhält. Und so erleben wir, immer wieder, die Wahrheit im Augenblick von Ewigkeit.

Schaukal, Vom unsichtbaren Königreich, 1910

Motto Wahrheit sag ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:MeineWahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.

Schiller, F., Gedichte. Xenien, 1796

Von 100 Gespenstern haben uns 99 betrogen. Man incliniert also, es nicht zu glauben nach der Wahrscheinlichkeit der Mehrheit der Fälle, aber verwerfe nicht alles kurz! Nicht Lügner schelten, sondern: non liquet! [es ist nicht klar]

Pölitz (Hg.), Immanuel Kant’s Vorlesungen über die Metaphysik (aus drei Vorlesungsschriften), 1821 (posthum anonym hg. von Pölitz)

Wahrheit war die Botschaft, die alle großen Männer an die Menschheit zu verkündigen hatten; Wahrheit, Verhältnis der Dinge unter einander und zu uns.

Forster, Cook, der Entdecker, entstanden 1787, Erstdruck in: Kleine Schriften, 1. Teil, Berlin 1789