Wahrheit Sprüche
Sprüche über Wahrheit
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Nicht jeder kann die Wahrheit sehn, aber sein.
Ist denn nicht jede Darstellung auch von den Dingen außer uns und von dem, was man Tatsachen nennt, subjektiv? Über den aufrichtigen Willen, die Wahrheit zu sagen, kommt niemand hinaus.
Es gibt eine Anschauung vom Leben, welche meint, daß da, wo die Menge ist, auch die Wahrheit sei, daß es der Wahrheit selber ein Bedürfnis sei, die Menge für sich zu haben.
Ein jeder aber hält für Wahrheit, was er sieht, und tut so lange recht daran, als er allein steht und niemand fragen kann, ob er etwa dasselbe auch sähe. Aber so, wie ein Auge dem andern aushilft und erst durch diese gegenseitige Aushilfe ein richtiges Bild gefaßt werden kann, so kommt auch die Vernunft erst durch gegenseitige Aushilfe derer, die wirklich nach Wahrheit fragen, ganz zu sich selber und erhebt sich von der Subjektivität zur Objektivität, und das erst ist die Vernunft in ihrer Einheit, welche als das köstlichste Gut der Menschheit gepriesen wird.
Man verwechselt oft die Wahrheit mit der Formlosigkeit und glaubt, namentlich im gesellschaftlichen Verkehr, sich gelegentlich eine kleine Oekonomie der Wahrheit gestatten zu dürfen, um nur ja nicht plump und formlos zu erscheinen.
Sie geben, ach! nicht immer Glut, Der Wahrheit helle Strahlen. Wohl denen, die des Wissens Gut Nicht mit dem Herzen zahlen!
So wie es keine so klare Wahrheit giebt, welche man nicht bestreiten kann, so giebt es auch keine so grobe Lüge, welche man nicht mit einem falschen Grund unterstützen könnte.
Ich rannte zu meinen Träumen, stolperte über die Wirklichkeit und stieß mir den Kopf an der Wahrheit.
Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder zu sein vermeinet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen.
Ein Mann, der Unwahrheit unter entgegengesetzter Überzeugung in guter Absicht ebenso scharfsinnig als bescheiden durchzusetzen sucht, ist unendlich mehr wert als ein Mann, der die beste, edelste Wahrheit aus Vorurteil, mit Verschreiung seiner Gegner, auf alltägliche Weise verteidigt.
Strom der Wahrheit Wenn versunken Licht und Lärmen, Sitz ich bei der Lampe Schimmer Oft im nächtlich stillen Zimmer, Wo Gedanken mich umschwärmen, Auf ein altes Buch gesenkt Meine Stirne ernstbeschwert; Kühlung mir der Nachtwind schenkt Durch das Fenster unverwehrt. Wundersame Lieder sausen Draußen Wind und Wald und Wetter, Und es wehn des Buches Blätter; Welch ein feierliches Brausen! Und ich lausche und ich lausche, An ein Ufer fern entrückt. – Rausche Strom der Wahrheit, rausche! Meine Seele lauscht entzückt.
Sie [die Wahrheit] ist ein gefährlich Ding: jedoch kann der rechtliche Mann nicht unterlassen sie zu sagen.
Laß mich dir so erzählen, wie ich es heute vermag, Ereignisse, Menschen, Gespräche so wiedergeben, wie sie in mir lebendig sind, durch ein langes Leben nicht verwaschen, sondern … von allen entfernenden Nebeln erlöst. Laß mich dir das Vergangene als Wahrheit geben, meine Wahrheit, … und wenn diese Wahrheit der Wirklichkeit nicht immer entsprechen [sollte] …, so darf ich wohl sagen, daß meine Wahrheit auch Wirklichkeit ist, Wirklichkeit in einem höhern, aus der Kenntnis innerer Zusammenhänge geschöpften Verstand.
Der Wahrheit, die der Lüge Antlitz trägt Soll, wenn es möglich, man die Lippen schließen, Denn unverschuldet bringt sie uns Beschämung.
Ist Wahrheit das, was für alle gilt, – oder das, was für alle zu gelten hat?
Die Liebe zur Wahrheit fordert als unerläßliche Pflicht unbestechliche Gerechtigkeit [...].
Es braucht zwei für die Wahrheit – einen, der sie spricht und einen, der sie hört.
Es ist nicht mehr als ein moralisches Vorurteil, dass Wahrheit mehr wert ist als Schein; es ist sogar die schlechtest bewiesene Annahme, die es in der Welt gibt.
Ich muß dahinter kommen, wer recht hat, die Gesellschaft oder ich.
Es ist eine Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Der Begriff von Pflicht ist unzertrennbar von dem Begriff des Rechts. Eine Pflicht ist, was bei einem Wesen den Rechten eines anderen entspricht. Da, wo es keine Rechte gibt, gibt es keine Pflichten. Die Wahrheit zu sagen, ist also eine Pflicht; aber nur gegen denjenigen, welcher ein Recht auf die Wahrheit hat. Kein Mensch aber hat Recht auf eine Wahrheit, die anderen schadet.