Wahrheit Sprüche – klassisch

387 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Wahrheit klassisch

Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? Eine akademische Antrittsrede, 1789

Die Wahrheit ist immer das stärkste Argument.

Internet

Eine Wahrheit muss immer gegenwärtig sein, um hin und wieder ausgesprochen werden zu können.

Gibran, Sand und Schaum. Aphorismen (Sand and Foam), 1926, übersetzt von Hans-Josef Fritschi, Books on Demand 2018

Die Wahrheit verliert nichts, wenn ein heftiger Jüngling sie verfehlt, ebenso wenig als die Tugend und die Religion, wenn ein Lasterhafter sie verleugnet.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Vorerinnerung

Die Wahrheit ist des Himmels erstes Kind; Nur sie ist schön, in nackten Reizen schön Wie Eva, eh' die Schlange sie belog. Wer sie mit Einfalt sucht, mit Inbrunst liebt, Den tränket sie, dem öffnet sie den Blick, Den hebt sie über jedes Leiden, schenkt Geduld im Leben und im Tode Ruh', Der Dämmrung Ruhe vor dem Morgenrot. Nur Einfalt, keusche Einfalt findet sie, Einfalt, die im reinen Herzen nur Mit lautrem Öl der Inbrunst Flammen nährt.

Internet

Es ist aber eine alte Sage, daß die Wahrheit nicht süß sei.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Über die neue Politik. Vorläufige Bedenklichkeiten und Zweifel gegen das neue System

Den Männern sag ich dies: es gibt keine Kraft ohne Wahrheit, und den Frauen sei es gesagt: ohne Wahrheit gibt es keine Anmuth.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Wir müssen überzeugt sein, daß das Wahre die Natur hat, durchzudringen, wenn seine Zeit gekommen, und daß es nur erscheint, wenn diese gekommen, und deswegen nie zu früh erscheint noch ein unreifes Publikum findet.

Hegel, Phänomenologie des Geistes, 1807. Vorrede

Es ist nicht immer nötig, daß das Wahre sich verkörpere; schon genug, wenn es geistig umherschwebt und Übereinstimmung bewirkt; wenn es wie Glockenton ernstfreundlich durch die Lüfte wogt.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kap.

Es ist nichts so groß als das Wahre, und das kleinste Wahre ist groß.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 8. Juni 1787

Die ganze Kunst, klug zu sein, besteht darin, wahr zu sein.

Internet

Jeder, der die Wahrheit sagt, ist Gottes Stimme.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Schein vergeht, Wahrheit besteht.

Internet

Willst du der Seele friedlich Glück Für immer dir erhalten, Dann lasse deines Geistes Blick Stets bei der Wahrheit walten. Sie weckt, sie kräftigt ihn allein, Wie Blüten reift der Sonnenschein. Die Wahrheit leuchtet sicher vor, Läßt Trug und List nicht gelten. Sie öffnet uns der Schönheit Tor, Das Ideal der Welten. Auf ihrem Pfad wird Licht erreicht, Vor dem der falsche Glanz erbleicht. Drum nimm die Wahrheit dir zum Schild, Dann bist du gut geborgen. Des Herzens Reichtum dir entquillt, Stählt uns in Leid und Sorgen. Wie sich auch wendet dein Geschick, Komm von der Wahrheit nie zurück.

Internet

Das Wort wurde nicht erschaffen, um die Wahrheit zu verdecken, sondern um sie auszusprechen.

Internet

Oh Voltaire! Oh Humanität! Oh Blödsinn! Mit der „Wahrheit“, mit dem Suchen der Wahrheit hat es etwas auf sich; und wenn der Mensch es dabei gar zu menschlich treibt — „il ne cherche le vrai que pour faire le bien“ — ich wette, er findet nichts!

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Zweites Hauptstück. Der freie Geist

Die Wahrheit ist in dieser Zeit so sehr verdunkelt, und die Lüge so allgemein verbreitet, daß man die Wahrheit nicht erkennen kann, wenn man sie nicht liebt.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Das Wahre, Gute und Vortreffliche ist einfach.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass, Erstdrucke ab 1833. Hier nach der Anordnung von Max Hecker. Literatur und Leben

Halte die Tür deines Geistes stets offen, so daß keine einzige Wahrheit Gottes sich abwenden muß, weil sie die Tür verschlossen fand.

Internet

Ich bin einer von jenen, die einen wohlbegründeten Frieden lieben, und aus diesem Grunde verehre ich die Wahrheit nicht weniger, die allein eine dauerhafte Basis für einen gesunden Frieden bildet.

Swift, Eine Untersuchung darüber, ob der Vorrang den Medizinern oder den Juristen gebühre, Erstdruck 1720

Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld, Sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das verschleierte Bild zu Sais, 1795