Wahrheit Sprüche – leben

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Schmerzlicher, als daß wir niemals die Wahrheit zu hören bekommen, ist, daß wir sie auch beim besten Willen niemals aussprechen können. Denn was wir auch sagen, der andere hört die Wahrheit nicht, die wir ihm vermitteln wollten. Was von unseren Lippen kam und was in des anderen Seele dringt, ist niemals das gleiche. Es ist schon im nächsten Augenblick nicht dasselbe mehr: [...] es kommt darauf an, was der andere hören wollte, wie er zu dir steht und so weiter. Und die Wahrheit um ihrer selbst willen ist kein Wert, so wenig wie ein Geldstück in einem Land, wo es keinen Kurs hat.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Die Lieder der Vögel, das Summen der Insekten verkünden die Wahrheit wie ein Trompetenstoß. Gräser und Blumen weisen den Weg.

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Wer mit der Wahrheit geht, erzeugt Leben

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Die Wege zur Wahrheit führen durch die Wüste.

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Keiner, der für eine Lüge geschlagen wurde, hat dadurch die Wahrheit lieben gelernt.

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Wahrheit: eine bittre Speise, schwer zu schlucken deinem Rachen. Schluck die bittre Pille tapfer, denn sie wird dich süßer machen.

Balasaguni, Kutadgu Bilig (auch: Qutadğu Bilig oder Kudatku Bilik), türkischer Fürstenspiegel, der dem Karachanidenherrscher Harun Bughra-Khan gewidmet ist, entstanden um 1069/70

Es gehört auch zur Wahrheit, daß man nicht eine Last trägt, die man eigentlich nicht mehr tragen kann.

Merian (Hg.), Das Wesentliche. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1928

Es gibt zwei Arten von Wahrheit: Die, mit der man leben kann und die, mit der man leben muß.

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Ein halbleeres Glas ist zugleich ein halbvolles, doch eine halbe Lüge ist nicht die halbe Wahrheit.

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Ich werde mit ganzem Herzen und Verstand um die relative Wahrheit kämpfen. Auch dann, wenn ich mich selbst widerlegen muß.

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Der Weg zur Wahrheit ist lang. Und auf der ganzen Strecke lauern Schweinehunde.

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Die Welt lässt sich in keinerlei Wahrheiten zwingen!

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Niemand stirbt jetzt an tödlichen Wahrheiten: es gibt zu viele Gegengifte.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Die unmögliche Tatsache Palmström, etwas schon an Jahren, wird an einer Straßenbeuge und von einem Kraftfahrzeuge überfahren. Wie war (spricht er, sich erhebend und entschlossen weiterlebend) möglich, wie dies Unglück, ja –: daß es überhaupt geschah? Ist die Staatskunst anzuklagen in Bezug auf Kraftfahrwagen? Gab die Polizeivorschrift hier dem Fahrer freie Trift? Oder war vielmehr verboten hier Lebendige zu Toten umzuwandeln – kurz und schlicht: Durfte hier der Kutscher nicht –? Eingehüllt in feuchte Tücher, prüft er die Gesetzesbücher und ist alsobald im klaren: Wagen durften dort nicht fahren! Und er kommt zu dem Ergebnis: Nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf.

Morgenstern, C., Gedichte. Palmström

Die größte Ehre, die man der Wahrheit erweisen kann, ist, sie zu leben.

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Du möchtest die Wahrheit? Dann laß ab von Worten und Schweigen und lebe dein eigenes Zen.

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Das Wahre ist eine Fackel, aber eine ungeheure; deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbeizukommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 5. Bandes 1. Heft, 1824

Die Wahrheit muß gelebt und nicht nur im Munde geführt werden.

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Es ist furchtbar, im Meere vor Durst zu sterben. Müsst ihr denn gleich eure Wahrheit so salzen, dass sie nicht einmal mehr – den Durst löscht?

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

…unser Wissen und unser Können ist Stückwerk und der Weg zur Erkenntnis der Wahrheit, beides, in unserem Wissen und in unserem Können, geht von diesem Stückwerk aus und ist seiner Natur nach ein durch dieses Stückwerk zerrissener Weg. Aber wir müssen ihn wandeln.

Pestalozzi, Über die Idee der Elementarbildung. Eine Rede, gehalten vor der Gesellschaft der schweizerischen Erziehungsfreunde im Jahre 1809 (Lenzburger Rede), 1810/11

In vollen Zügen trinken wir die schmeichelnde Lüge, aber nur tropfenweise schlucken wir die bittere Wahrheit hinunter.

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