Wahrheit Sprüche – philosophisch

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Damit, daß man die Wahrheit erkennt, hat man sie noch nicht.

Tauler, Predigten

Die Wahrheit ist kein Lehrgefüge, an das man sich halten könnte, sondern eine Summe von Leben.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Schreckliche daran, wenn man die Wahrheit sucht, ist, daß man sie findet.

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Die Lüge ist die Religion der Knechte und Herren, die Wahrheit ist die Gottheit der freien Menschen.

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Die Wahrheit ist immer das Rechte.

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Das Leben dem Wahren widmen.

Juvenal, Satiren (Saturae), um 100 n. Chr. IV, 91. Originaltext: Vitam impendere vero. Wahlspruch des Philosophen Jean-Jacques Rousseau

Das Falsche hat den Vorteil, daß man immer darüber schwätzen kann; das Wahre muß gleich genutzt werden, sonst ist es nicht da.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Betrachtungen im Sinne der Wanderer

Nicht bloß im Wein ist Wahrheit – auch in der Poesie.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Vorrede zur zweiten Auflage

Wir sehen dieselben Sterne, der Himmel ist uns gemeinsam, dasselbe Weltall schließt uns ein. Warum ist es so wichtig, nach welcher Lehre jeder die Wahrheit sucht? Man kann nicht nur auf einem einzigen Weg zu einem so erhabenen Geheimnis finden.

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Oder ist es das: sich von Eicheln und Gras der Erkenntnis nähren und um der Wahrheit willen an der Seele Hunger leiden?

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Von den drei Verwandlungen

Bist du immer um der Wahrhaftigkeit willen wahr, oder bist du wahr, weil du eigensinnig dich selbst aufdrängen willst?

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B.: Deine Meinung ist denn: daß man der Wahrheit nur dadurch näher komme, daß man sich von dem Unwahren losmacht? – Und einem von beiden kann man nur nachtrachten? A.: Allerdings.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Gespräche, die Freiheit betreffend. Zugabe

Nicht wir finden die Wahrheit; sie findet uns.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die Wahrheit liegt innerhalb eines kleinen, bestimmten Umkreises, doch der Irrtum ist immens.

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Nichts ist orthodox als die Wahrheit, und nichts heterodox als der Irrtum.

Weber, Die Möncherey oder geschichtliche Darstellung der Kloster-Welt, 3 Bde., 1819-20

Nicht Buchstabe, Zeremonie, Vorurteil, Herkommen, Gesetze oder Zwangspflichten, sondern Geist, d. i. Licht und Kraft der Wahrheit, soll uns als Religion gelten.

Herder, Christliche Schriften, 1796-99. I. Von der Gabe der Sprachen am ersten christlichen Pfingstfest 1794. Fünfter Abschnitt

Wer statt der Wahrheit die Bequemlichkeit für sein Leben hält und dieses Leben sucht, der wird's verlieren, wem's aber auf sein Leben nicht ankommt, sondern nur auf seine Wahrheit, der wird's finden.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Für jeden Menschen existiert ein besonderer Weg, auf dem jede These für ihn zur Wahrheit wird.

Tolstoi, Tagebücher. 1852

Was ich heute für wahr halte, ist meine tiefste Überzeugung. Aber es ist mir nicht tausendmal begegnet, daß ich nachher etwas ganz anderes für ebenso wahr gehalten habe.

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