Weisheit Sprüche
Weise Gedanken und Erkenntnisse
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Der kluge Kaufmann verbirgt seine Schätze, als wäre er arm. Der Edle verbirgt seine Weisheit, als wüsste er nichts.
Den Toren fesselt der Gewänder Pracht, Den Weisen nur der Schönheit stille Macht.
Der Weise muß zum Schein Oft Torheiten begehen, Sonst würde er allein Und unverstanden stehen.
Was würde aus uns ohne Liebe zur Weisheit, ohne Nachdenken, ohne Weltentrückung und ohne die vernünftige Verachtung, die uns das Wissen um die eitlen, vergänglichen und flüchtigen Dinge eingibt, von denen nur Geizhälse und Anspruchsnarren soviel Wesens machen, weil sie in ihnen gute und dauerhafte Güter sehen.
Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.
Ein Weiser prüft und achtet nicht, was der gemeine Pöbel spricht.
Lehrbuch und Geschichte sind gleich lächerlich dem Handelnden. Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit [sic], denn diese haben die Götter ein für allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen Hörnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle Geschöpfe bewaffnet.
Frei von Unruhe sind allein die Menschen, die für die Weisheit Zeit haben. Sie allein leben.
Die ganze Weisheit des Menschen sollte darin bestehen, jeden Augenblick mit voller Kraft zu ergreifen, ihn so zu benutzen, als wäre er der einzige, letzte. Es ist besser mit gutem Willen etwas schnell zu schnell thun, als unthätig zu bleiben.
Alle Narrheit erschöpfen – so gelangt man zum Boden der Weisheit.
Es ist richtig, ich bin erst achtundzwanzig. Aber ich habe die Weisheit eines Neunundzwanzigjährigen.
Ein Narr ist viel bemüht; des Weisen ganzes Tun, Das zehnmal edeler, ist Lieben, Schauen, Ruhn.
Die Erkenntnis eines weisen Mannes wächst wie eine Flut, und sein Rat ist wie eine lebendige Quelle.
Es gibt keine Meilensteine der Lebensweisheit; so kann ein Zwanzigjähriger klüger sein als ein Sechzigjähriger.
Wenig weise, wer es nur aus seiner Weisheit, wenig gelehrt, wer es nur aus seiner Wissenschaft ist.
Unsern Dichtern Geht nach dem Morgenland; vernehmt die Weisen, die einst zum Saitenspiele dort erklungen. Sie sollten Gott, den Einzigen, nur preisen und wurden doch für andre auch gesungen. Die Sänger starben, doch seht ihr die Noten der Lieder noch, wenn ihr vor Säulen steht, und mit dem Auge hört ihr noch der Toten Gesänge, wenn ihr durch die Trümmer geht. Die Psalter und die Harfen sind zerbrochen, zu denen Davids Stimme man gehört, und wo der Herr durch Steine einst gesprochen, liegt ihre Harmonie, ihr Reim zerstört. Doch seht ihr wo ein Kapitäl noch ragen, ein steinern Lied, im zarten Mondesschein, so dürft ihr im Gedicht es heimwärts tragen und der Verstorbnen fromme Erben sein. Geht nach dem Morgenland; vernehmt die Weisen, die dorten einst in Wort und Werk erklungen. Sie sollten Gott, den Einzigen, nur preisen und wurden doch für ihn nicht ausgesungen. Die Töne hört, die sich aus Trümmern ringen; vernehmt ihr Klagen, und befreiet sie; dann wird in Euern Liedern neu erklingen des Morgenlandes Gottespoesie!
In unseren Tagen ist Nebelhaftigkeit die Mutter der Weisheit. Aber so kann es nicht länger bleiben, wo man zu lesen und zu denken versteht.