Weisheit Sprüche – klassisch

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Gaben der Weisheit sind nicht an die Gegenwart gebunden, sie fließen durch die Ewigkeit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Des Menschen Weisheit reicht nur so weit, wie seine Bücher reichen.

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Niemals ist ein Weiser arm. Sein Wille ist sein Reichtum.

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Wo ist die Weisheit, die wir im Wissen verloren haben?

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Der rechte Zeiten- und Weltweise sieht auch diejenigen Sternschnuppen, die am Tage fallen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Möge der Sprechende ein Tor sein – wenn nur der Hörer weise ist.

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Der Weise Von allen Freuden abgeschieden, Mit Wasser und mit Brot zufrieden, Lebt dort Arist vergnügt allein. Und man verleibet ihn den Reihn Der Weisen unsrer Zeiten ein. Von ihm bin ich nicht unterschieden. Ich lebe so wie er zufrieden, – Doch nur bei Freunden, Mädchen, Wein : Warum verleibt man mich den Reihn Der Weisen unsrer Zeit nicht ein ?

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Es gibt keinen Weisen, der sich nicht für beschränkt hielte; wie es keinen Beschränkten gibt, der sich nicht für weise hielte.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Manchen Menschen verhilft die Mittelmäßigkeit ihres Geistes zur Weisheit.

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Dem, der sich weise dünkt, dem sag auf's leiseste: Wer sich zu weise dünkt, ist nicht der weiseste!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Wer Weisheit lernt, braucht viel Zeit, und nur wer sonst nichts zu tun hat, wird Weisheit gewinnen.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 38,25)

Gib deiner Weisheit, nicht dem Zorn Gehör!

Shakespeare, Was ihr wollt (Twelfth Night, or What You Will), Erstdruck 1623

Der wahre Weise ist immer heiter.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Laufe in Sandalen, bis daß dir die Weisheit Schuhe einbringt.

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Der Satz, dass alles Gescheite schon gesagt worden sei, beweist vor allem die Notwendigkeit, dass es immer von Neuem gesagt werden muss.

Garin, Dulcamara. Harmlose und unmaßgebliche Gedanken über Gott, über die Welt, Religion und Philosophie, Kunst und Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und vieles Andere, 1896

A n deinen Freund häng' ganz dein Herz Und theile mit ihm Freud' und Schmerz. B eweis dich zärtlich, treu und gut Stets in Geduld mit heitrem Mut. C hristlich zu leben und fromm zu sein Bestreb' dich ohne Heuchelschein. D ein' Rede sei Ja, Ja, Nein, Nein, So wirst du stets im Klaen sein. E s haben Hoffarth, Stolz und Pracht Schon manchen armen Mann gemacht. F reu' dich an des Nachbars Wohl, Da auch den Feind man lieben soll. G edenk', wenn's hie und da gebricht, Vollkommenheit findt' man hier nicht. H ilf Leidenden mit Rath und That, Auch dem, der's nicht verdienet hat. I n's Leiden gehe du auch gern, Auch dies ist Wohlthat vor dem Herrn. K rankheit Besuch versage nicht, Doch sprich da nur von Christenpflicht. L ies dann und wann ein gutes Buch, Das frommet mehr als manch' Besuch. M und und Hand und Herz und Haus halt' rein, Willst du ein braves Weibchen sein. N ie bösen Menschen dich vertrau', Sonst möcht' es dich nachher gerau'n. O b nun im Haus steht alles wohl, Dein Augenmerk stets bleiben soll. P rüf' all dein Thun, eh' es geschieht, Nachreu' bringt Schmerz und bessert nicht. Q uäl' dich ja nie mit Vorurtheil Und Eifersucht, es schafft Unheil. R egier' mit Sanftmut und Verstand, Arbeit' auch gern mit eigner Hand. S chmück' dich, wenn es dein Stand vermag, Doch ahm' nicht jede Mode nach. T ugend sei dein Kleid auf Erden, Sie macht dich zu des Himmels Erben. W ann's trüb hergeht, nicht trostlos wein', Auf Regen folget Sonnenschein. X anthippenstreiche hasse du, Mit Jedem leb' in Fried' und Ruh'. Z ur rechten Zeit sei streng und mild, Und so der Tugend Ebenbild. Z macht dem Reimen nun ein End', Gott segne All', die's gelesen hend.

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"Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!" Und gegen Weisheit die Abgötter.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Ein weiser Mann ist gegen alles gleichgültig, gegen Lob und Tadel, gegen Schmeicheleien und Scheltworte.

Lessing, Der Schatz. Ein Lustspiel in einem Aufzuge, 1764. Maskarill

Ein Mensch ist weise, solange er auf der Suche nach Weisheit bleibt.

Goldsmith, Der Weltbürger oder Briefe eines chinesischen Philosophen aus London an seine Freunde im Orient (The Citizen of the World or Letters from a Chinese Philosopher, residing in London, to his Friends in the East), 1762

Euch ist alles im Weg, was nicht eurer Weisheit Stempel trägt.

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Es ist besser, wir verkünden auf sonderbare Art die Weisheit wie Heilige, anstatt nachdenkliche Dummheiten wie die Vertreter der Kirche.

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