Weisheit Sprüche – klassisch

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Weisheit mit dem Sonnenblick, große Göttin, tritt zurück, weiche vor der Liebe. Wer die steile Sternenbahn ging dir heldenkühn voran zu der Gottheit Sitze? Wer zerriß das Heiligtum, zeigte dir Elysium durch des Grabes Ritze? Lockte sie uns nicht hinein, möchten wir unsterblich sein? Suchten auch die Geister ohne sie den Meister? Liebe, Liebe leitet nur zu dem Vater der Natur, Liebe nur die Geister. Selig durch die Liebe Götter – durch die Liebe Menschen Göttern gleich. Liebe macht den Himmel Himmlischer – die Erde Zu dem Himmelreich.

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Der Triumph der Liebe

Wer ohne Weisheit ist, wird stets von Schatten betroffen sein.

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Während sich die Dummen aber mit den Erinnerungen an üble Dinge quälen, erfreuen sich die Weisen an vergangenem Glück, das sie sich in ihrer Erinnerung vergegenwärtigen.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Stulti autem malorum memoria torquentur, sapientes bona praeterita grata recordatione renovata delectant

Den Weisen bereichert die Natur selbst.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Sapientem locupletat ipsa natura

Was aber ist Weisheit? Stets dasselbe zu wollen und dasselbe nicht zu wollen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 20. Brief. Übers. Internet Seneca modifiziert hier Sallust Cat. 20,4. Originaltext: Quid est sapientia? semper idem velle atque idem nolle

Wie das Weltall oberhalb des Mondes ist die Seele des Weisen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 59. Brief. Übers. Internet Originaltext: Talis est sapientis animus qualis mundus super lunam

Groß und umfassend ist die Weisheit, sie benötigt Freiraum.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 88. Brief. Übers. Internet Originaltext: Magna et spatiosa res est sapientia; vacuo illi loco opus est.

Weisheit aber ist die Mäßigung des Geistes.

Augustinus, Über das glückselige Leben (De beata vita), 386. Übers. Internet Originaltext: Modus ergo animi sapientia est.

Die Rede ist allen gegeben, die Weisheit des Geistes nur wenigen.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.10. Übers. Internet Originaltext: Sermo datur cunctis, animi sapientia paucis.

Bei Zeiten ändert der Weise ohne Schuld seine Gewohnheiten.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.7. Übers. Internet Originaltext: Temporibus mores sapiens sine crimine mutat

Wahre Weisheit umfasst nicht nur die Erkenntnis des Wahren, sondern auch den Drang und die Liebe zum Ehrenvollen.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet Originaltext: Vera sapientia non solum complectitur veri cognitionem, verum etiam studium et amorem honesti.

Zuviel Weisheit ist Torheit.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der weise Mann darf nicht erst nach der Tat, sondern muss sich bereits lange zuvor bedenken.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Wie sehr die Schlechten also toben mögen, dem Weisen wird sein Kranz nicht herabfallen, nicht verwelken.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 4. Buch. Übers. Internet Originaltext: Quantumlibet igitur saeviant mali, sapienti tamen corona non decidet, non arescet.

Der Weise wird seinem Herzen gebieten, der Einfältige ihm dienen.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Animo imperabit sapiens, stultus serviet

Was ein Älterer spricht, hält jedermann für weise.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quod senior loquitur, omnes consilium putant.

Wer glaubt, er sei dumm, kann nicht unweise sein.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Non pote non sapere, qui se stultum intellegit

Der Verstand, nicht das Alter findet Weisheit.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Sensus, non aetas invenit sapientiam

Wenn du weise bist, lache, Mädchen, lache!

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 2,41 Übers. Internet Originaltext: Ride, si sapis, o puella, ride!

Von allem Erstrebenswerten ist das höchste die Weisheit, in der sich die Vorstellung des vollkommenen Guten zeigt.

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de Studio Legendi, um 1127. Liber Primus. Übers. Internet Originaltext: Omnium expetendorum prima est sapientia, in qua perfecti boni forma consistit.

Die Begabung findet die Weisheit, das Gedächtnis bewahrt sie.

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de Studio Legendi, um 1127. Liber Tertius. Übers. Internet. Originaltext: Ingenium invenit et memoria custodit sapientiam.