Weisheit Sprüche – nachdenklich
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Einkehr Mit vierzig Jahren soll man sich besinnen . . . Worauf? Auf das, was außen und was innen – und auf den Lauf der Sterne, die im kalten Kosmos schweben, sowie auch darauf: Wovon mag eigentlich der Bornemann leben –? Die Wiese summt und liegt grün eingesponnen – ich mittendrin; durch die geschlossenen Lider sagen tausend Sonnen, daß ich lebendig bin. Schreite die Straße der Einsamkeit empor, Stimmen hörst du wie nie zuvor … aus dem Äther kommen dir Einsicht und Stärke Laßler platzt vor Neid. Ich werde ihn ärgern, indem ich es nicht bemerke. Wolken ziehn über die Sonne. Es rührt sich kein Blatt. Stumm liegt der See; der Weise, der einmal begriffen hat, fragt nicht: Warum? Er betrachtet nur noch das Wie; er sieht die Kristalle zergehn, wenn es geschneit hat – Warum schneidet man sich eigentlich immer die Nägel, wenn man keine Zeit hat –? So schwingst du dich in die obern Regionen – mußt aber dennoch hier unten wohnen. Ein Vers von Morgenstern tanzt querfeldein: »Es zieht einen immer wieder hinein.«
So nahe grenzt Wahres und Falsches, dass ein Weiser die geringste Übereilung vermeiden muss.
Würde mir die Weisheit unter der Bedingung dargeboten, sie verschlossen zu halten und nicht zu verkünden, so würde ich sie zurückweisen.
…aus den Stürmen seiner Zeit Tief in die Ruh der Einsamkeit Hineinzuflüchten, ziemt dem Weisen, Der gern mit seinem Herzen spricht.
Ein weiser Mann hat lange Ohren und eine kurze Zunge.
Wer weise ist, soll immer daran denken und sich hüten, daß nicht sein Vorzug seinen Fall bereite.
Gib deiner Weisheit, nicht dem Zorn Gehör!
Weisheit spannt den Willen ab und lässt ihn doch noch stark genug für das Rechte.
Proleten-Weisheit Ich kann es nicht leugnen: Regierung muß sint, Doch muß auch 'mal Revolution sint: Nach langem Frieden und Sklavendruck Muß auch einmal Sensation sint. Es muß auch "stete Entwicklung" sint, Ich kann es nicht leugnen, ich löge: Was wäre sonst die ganze Wissenschaft wert, Wenn sie jählings zum Teufel flöge? Doch muß auch ein wenig Katastrophe sint, Daß die Ausnahm die Regel beweise – Selbst wenn sie den ganzen Ordnungsgang Klapps! über den Haufen schmeiße ...
Der Weise sucht nicht das Vergnügen herbeizulocken, sondern den Schmerz zu vermeiden.
Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe.
So, wie die Grundregel der Weisheit darin besteht, daß man sich selbst erkenne – obgleich dies das Allerschwerste ist –, so besteht auch die Grundregel der Barmherzigkeit darin, daß man sich selbst genüge [...].
Was aber die Natur verborgen hat, halten auch diejenigen, die bei Verstand sind, von den Augen fern.
Weisheit aber ist die Mäßigung des Geistes.
Niemals verachte jemandes Urteil, wenn es nützen kann.
Was folgt, betrachte und sieh voraus, was kommen wird: Jenen Gott ahme nach, der in beide Richtungen blickt.
Der weise Mann darf nicht erst nach der Tat, sondern muss sich bereits lange zuvor bedenken.
Durch Nachdenken lernt man Weisheit.
Der Weise wird seinem Herzen gebieten, der Einfältige ihm dienen.
Ein jedes Hemmnis verärgert, doch nützt es der Weisheit.
Sehr weise ist, wem selbst einfällt, was er benötigt.