Weisheit Sprüche – zeit

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Weiser Vorsatz Ich will nicht dein gedenken, Sollst nicht mehr bei mir sein In allem meinem Denken, In meinem ganzen Sein. Die Rose wird gepflücket Vom Sturm, an einem Tag, Den Felsen selbst zerstücket Ein einz'ger Donnerschlag. So will ich's auch erringen, Dem Alles ist geweiht – Schnell soll dies Herz erzwingen Sich die Vergeßlichkeit! Nicht, wie ja Alles müde Zu Grabe endlich schwankt, Nein, wie die Ros' verblühte, Und wie der Felsen wankt. So flieh miteinemSchlage Du Leid, so herb gesinnt, Dich tödt' aneinemTage, Vernunft, der rauhe Wind! Umsonst, umsonst ihr Mühen, Es trotzt ihr jede Stund – Nie wird des Herzens Glühen Besiegt vom weisen Mund!

Büchner, Frauenherz, 1862

So viel der Weisen auf Erden auch aufgetreten Und neue Lehren auf die alten gepfropft, Man hat sie hinausgeworfen als falsche Propheten Und ihnen die Münder mit Erde gestopft.

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Weisheit, Verstand und gelehrt sein und die Schreibfeder, die sollen die Welt regieren.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Alles kann in Mode kommen, nur echte Weisheit nicht.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Der Weise spricht Dem Volke fremd und nützlich doch dem Volke, Zieh ich des Weges, Sonne bald, bald Wolke — Und immer über diesem Volke!

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen

Weisheit ist, die Dinge zu nehmen, wie sie sind… und sich mit dem Unabänderlichen abzufinden.

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Weisheit, du wirst Unsinn Im Mund des Schwärmers!

Ludwig, Die Makkabäer. Trauerspiel in fünf Akten, 1854

Weisheitszahn Der sogenannte Weisheitszahn, Zwar als der letzte kommt er an, Doch immer früh genug. Der Name scheint mir Trug. Der Weisheit kleine Portion, Wozu es bringt der Erdensohn, Sie wird mit Schmerzen erst geboren, Wenn wir schon manchen Zahn verloren.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Alle irdische Weisheit, mag sie mit noch so großem Scharfblick ausgerüstet sein, ist mit Gottes Weisheit verglichen Torheit.

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Narr in Verzweiflung Ach! Was ich schrieb auf Tisch und Wand Mit Narrenherz und Narrenhand, Das sollte Tisch und Wand mir zieren?… Doch ihr sagt: „Narrenhände schmieren, — Und Tisch und Wand soll man purgieren, Bis auch die letzte Spur verschwand!“ Erlaubt! Ich lege Hand mit an —, Ich lernte Schwamm und Besen führen, Als Kritiker, als Wassermann. Doch, wenn die Arbeit abgetan, Säh’ gern ich euch, ihr Überweisen, Mit Weisheit Tisch und Wand besch…

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Anhang. Lieder des Prinzen Vogelfrei

Der rechte Zeiten- und Weltweise sieht auch diejenigen Sternschnuppen, die am Tage fallen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Verschwendete MüheDieWeisheit, die Dich bittres Lachen lehrt, Die war der ganzen Mühe gar nicht wert.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

"Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!" Und gegen Weisheit die Abgötter.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Es wird mancher grau, aber nicht weis'.

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Proleten-Weisheit Ich kann es nicht leugnen: Regierung muß sint, Doch muß auch 'mal Revolution sint: Nach langem Frieden und Sklavendruck Muß auch einmal Sensation sint. Es muß auch "stete Entwicklung" sint, Ich kann es nicht leugnen, ich löge: Was wäre sonst die ganze Wissenschaft wert, Wenn sie jählings zum Teufel flöge? Doch muß auch ein wenig Katastrophe sint, Daß die Ausnahm die Regel beweise – Selbst wenn sie den ganzen Ordnungsgang Klapps! über den Haufen schmeiße ...

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Lieder eines Menschen (1892)

Wann wird die echte Weisheit einst geboren? Die erste Stunde nach dem letzten Thoren!

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Über die Hälfte unserer Lebenszeit handeln wir als Toren, und gar mancher muß sterben, wenn er eben begonnen hat, weise zu sein.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.

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Weise werden mit der Zeit Blätter gibt's viele, doch Wurzel nur eine; In all den Lügentagen meiner Jugendzeit Spreizte ich meine Blätter und Blüten im Sonnenscheine, Jetzt bin ich zur Wahrheit zu welken bereit.

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Die Weisheit ist eine vornehme Göttin, erst wenn alle anderen Götter den Abschied genommen, dann kehrt sie ein.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Angenommene Weis' Zerschmilzt wie Eis.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886