Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür; Der Weg der Wissenschaft bringt dich gar langsam für.
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675
Zwei Augen hat die Seel: eins schauet in die Zeit, Das andre richtet sich hin in die Ewigkeit.
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675
Die Seel, ein ewger Geist, ist über alle Zeit, Sie lebt auch in der Welt schon in der Ewigkeit.
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675
Rein wie das feinste Gold, steif wie ein Felsenstein, Ganz lauter wie Kristall soll dein Gemüte sein.
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675
Die Welt ist mir zu eng, der Himmel ist zu klein; Wo wird doch noch ein Raum für meine Seele sein?
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675
Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht, Der hört, was man nicht redt, und siehet in der Nacht.
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675. Fünftes Buch, 129. Das Innere bedarf nicht des Äußeren
Das Kleid macht keinen Mann, der Sattel macht kein Pferd.
Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675