So ist die Liebe: erst wollen sie für einander sterben, dann nicht einmal mit einander leben.
Am berauschendsten ist doch nur eine halberwiderte Liebe.
Die Liebe braucht Unsicherheit; sie entzweit sich mit jeder Gewissheit und folgt Liebenden nicht viel weiter als bis zur Schwelle der Ehe.
Die Liebe umfasst alles, nur nicht die Zukunft.
Es ist mit der Liebe wie mit dem Leben: immer muss man auf das Ende gefasst sein.
Es ist vielleicht schwieriger,eineFrau immer zu lieben, als zwei zugleich.
In der Liebe nimmt der Geschmack zu, wenn die Leidenschaft abnimmt.
Einer letzten Liebe folgt gewöhnlich immer noch eine vorletzte.
Dauernde Liebe braucht mehr Eifersucht als Zuneigung.
Die Liebe verrät alles, sie plaudert sogar die Geheimnisse des Paradieses aus.
Wenn man sich mit dem Leben verfeindet, versöhnt man sich mit dem Tod.
Man versäumt sein Leben, malt man sich diese Welt nicht als erträgliches Bild, indem man dabei bis zur Unkenntlichkeit schmeichelt.
Das Leben verliert unterwegs an Reiz, daher möchte man so gern schon auf halbem Wege wieder umkehren.
Keiner sucht Trost, dass er nicht immer gelebthat– jeder, dass er nicht immer lebenwird.
Das Leben! Ein besuchtes Theater! Aber ich glaube, man gibt dafür zu viele Einlasskarten aus.
Das Leben wäre nicht so kurz – aber man misst es gewöhnlich erst, wenn bereits viel davon fehlt.
Die meisten kommen auf die Welt, um zu sehen, dass die andern leben.
Wie lange müsste eigentlich das Leben dauern, um nicht kurz zu scheinen? ... Einige Ewigkeiten?! ...
Man nippt an dem Leben, jeder kostet einen Tropfen Ewigkeit, auch der Unsterbliche nur einen – und der ist oft bitter.
Das Leben ist selten das wert, was es kostet.