Der Mensch ist verehrungswürdig, der den Posten, wo er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß. Wie ungleich Gutes würde geschehen, und wieviel glücklicher würden die Menschen sein, wenn sie auf diesen Standpunkt gekommen wären!
Eine Beschäftigung, die mich äußerst interessiert, erhebt mich über alle körperlichen Bedrückungen.
Kant und seine Ausleger Wie doch ein einziger Reicher so viele Bettler in Nahrung setzt. Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu tun.
Was man anfängt, man fange es mit voller Seele, mit voller Kraft an; um desto eher ist es geendet, und ganz und mit voller Kraft kann man sich wieder einem andern Geschäft widmen. Man würde weit mehr Zeit gewinnen, wenn es nicht zur Gewohnheit geworden wäre, so viele Dinge als Nebensache zu betrachten, die im Grunde mit viel weniger Zeit, aber ernstlich, besser vollbracht würden.
Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich. Das angespannte Gemüt sinkt schnell zusammen und die Kraft kann sich nicht sogleich zu einem neuen Gegenstand wenden.
Arbeit ist die Bedingung des Lebens, das Ziel Weisheit, und Glückseligkeit ist der Preis.
Das Leben hat einen kurzen Lenz und die Kunst ist unendlich.
Es ist freilich leichter tadeln als hervorbringen. […] Wüßten es nur die allzeitfertigen Urteiler und die leichtfertigen Dilettanten, was es kostet, ein ordentliches Werk zu erzeugen.
Ledig aller Pflicht Hört der Pursch die Vesper schlagen, Meister muss sich immer plagen.
Was ist man dem Arbeiter schuldig, wenn er nicht mehr arbeiten kann, oder nichts mehr für ihn zu arbeiten sein wird? Was dem Menschen, wenn er nicht mehr zu brauchen ist?
Das ist dein Bruder! – das ist verdolmetscht: Er ist aus eben dem Ofen geschossen worden, aus dem du geschossen bist – also sei er dir heilig!
Arm in Arm mit dir, so ford'r ich mein Jahrhundert in die Schranken.
Spruch des Konfuzius Dreifach ist des Raumes Maß: Rastlos fort ohn Unterlaß Strebt die Länge, fort ins Weite Endlos gießet sich die Breite, Grundlos senkt die Tiefe sich. Dir ein Bild sind sie gegeben: Rastlos vorwärts mußt du streben, Nie ermüdet stille stehn, Willst du die Vollendung sehn; Mußt ins Breite dich entfalten, Soll sich dir die Welt gestalten; In die Tiefe mußt du steigen, Soll sich dir das Wesen zeigen. Nur Beharrung führt zum Ziel, Nur die Fülle führt zur Klarheit, Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.
Das Unwandelbare »Unaufhaltsam enteilet die Zeit.« - Sie sucht das Beständge. Sei getreu, und du legst ewige Fesseln ihr an.
Es wär' ein eitel und vergeblich Wagen, Zu fallen ins bewegte Rad der Zeit.
O wer weiß, Was in der Zeiten Hintergrunde schlummert?
Der Zeitpunkt Eine große Epoche hat das Jahrhundert geboren, Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht.
O die Zeit ist Ein wundertätger Gott.
O! der ist aus dem Himmel schon gefallen, Der an der Stunden Wechsel denken muß!
Tag wird es auf die dickste Nacht, und kommt Die Zeit, so reifen auch die spätsten Früchte!