Glaube mir es steht unendlich viel in unserer Gewalt, wir haben unser Vermögen nicht gekannt – dieses Vermögen ist die Zeit. Eine gewissenhafte sorgfältige Anwendung dieser kann erstaunlich viel aus uns machen. Und wie schön wie beruhigend ist der Gedanke, durch den bloßen richtigen Gebrauch der Zeit, die unser Eigenthum ist, sich selbst, und ohne fremde Hilfe ohne Abhängigkeit von Außendingen, sich selbst alle Güter des Lebens erwerben zu können. Mit welchem Rechte können wir das Schicksal oder den Himmel darüber belangen, daß er uns weniger als andre begünstigte. – Er gab uns Zeit und wir haben alles sobald wir Verstand und ernstlichen Willen haben mit diesem Kapital zu wuchern.
O was vermag nicht eine Stunde!
O, die Zeit, ein wundertät'ger Gott
Wie sehr auch Euer Innres widerstrebe, Gehorcht der Zeit und dem Gesetz der Stunde!
O die Zeit ist Ein wundertätger Gott. In einer Stunde rinnen Viel tausend Körner Sandes, schnell wie sie Bewegen sich im Menschen die Gedanken.
Das Leben ist Nur ein Moment, der Tod ist auch nur einer!
Die Zeiten sind schwer, drum muß der Mensch die Freude leicht ergreifen.
Ihr erinnert mich, Wie kostbar die Minuten sind.
Da alles, was in der Zeit ist,nacheinanderist, so wird dadurch, daß etwas ist, alles andere ausgeschlossen.
O die Zeit ist Ein wundertätger Gott. In einer Stunde rinnen Viel tausend Körner Sandes, schnell wie sie Bewegen sich im Menschen die Gedanken. Nur eine Stunde! Euer Herz kann sich, Das seinige sich wenden – Eine Nachricht Kann kommen – ein beglückendes Ereignis Entscheidend, rettend, schnell vom Himmel fallen – O was vermag nicht eine Stunde!
Ach! vielleicht, indem wir hoffen, Hat uns Unheil schon getroffen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.
Hoffnung Es reden und träumen die Menschen viel Von bessern künftigen Tagen, Nach einem glücklichen goldenen Ziel Sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung. Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein, Sie umflattert den fröhlichen Knaben, Den Jüngling locket ihr Zauberschein, Sie wird mit dem Greis nicht begraben, Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf, Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf. Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn, Erzeugt im Gehirne des Toren, Im Herzen kündet es laut sich an: Zu was Besserm sind wir geboren! Und was die innere Stimme spricht, Das täuscht die hoffende Seele nicht.
Wehe, wehe dem Mörder, wehe, Der sich gesät die tödliche Saat! Ein andres Antlitz, eh sie geschehen, Ein anderes zeigt die vollbrachte Tat.
Nur ein verzweifelter Spieler setzt alles auf einen einzigen Wurf.
Sonnenblick und Hoffnung begleiten einander gerne.
Soweit die Sonne leuchtet, ist die Hoffnung auch, Nur von dem Tod gewinnt sich nichts!
Etwas fürchten und hoffen und sorgen Muß der Mensch für den kommenden Morgen, Daß er die Schwere des Daseins ertrage, Und das ermüdende Gleichmaß der Tage, Und mit erfrischendem Windesweben Kräuselnd bewege das stockende Leben.
An der Hoffnung Liebesbrust erwarmet Starrende Verzweifelung.
Ich kam voll Hoffnung und ich geh voll Schmerz.
Empiriker Daß ihr den sichersten Pfad gewählt, wer möchte das leugnen? Aber ihr tappet nur blind auf dem gebahntesten Pfad.