Honoré de Balzac (1799–1850)

155 Sprüche Klassik

Schokolade bricht das Fasten nicht.

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Die Ehe ist eine Wissenschaft.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Alle Frauen sind furchtsam. Und es ist ein Glück, daß sie es sind; denn wer möchte sich sonst mit ihnen einlassen.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Man fange die Ehe nicht mit einer Vergewaltigung an!

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Es ist eine bewunderungswürdige Eigenschaft der Frau, daß sie niemals nachdenkt, auch nicht über ihre tadelnswertesten Handlungen, die Empfindung reißt sie hin; selbst ihre Verstellungskunst hat etwas Natürliches; einzig bei ihr ist das Verbrechen ohne Gemeinheit, meist weiß sie nicht, wie es passiert ist.

Balzac, Der Ehefrieden (La Paix du ménage), 1830

Einige Jahre verstreichen, und die beiden Gatten erreichen das letzte Stadium des unnatürlichen Daseins, zu dem sie sich verdammt haben, als sie ihren Bund schlossen.

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Aber alle diese Listen der Neuzeit sind nichts gegen den Geist des klassischen Altertums, gegen die unwiderstehlichen Nervenanfälle, den Waffentanz der Ehe!

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An dem Tag, da eine Frau gegen ihren Mann rücksichtsvoll wird – ist alles gesagt.

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Die Ehe ist den Preis nicht wert, den sie kostet. Es ist an der Zeit, dieser Einrichtung keine Opfer mehr zu bringen und ein größeres Anlagekapital an Glück der gesellschaftlichen Ordnung anzuvertrauen, indem wir unsere Sitten und Einrichtungen unserem Klima anpassen.

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Wißt ihr, wie ihr eine Stunde vor eurem Erwachen aussaht, oder während der ersten Stunde eures Schlafes, als ihr weder Mensch noch Tier waret und unter der Herrschaft der Träume standet, die durch das hörnerne Tor kommen? Das ist ein Geheimnis zwischen eurer Frau und euch!

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Die Ehe ist ein Kampf auf Leben und Tod, vor welchem die beiden Gatten den Himmel um seinen Segen bitten – denn sich lieben ist stets das kühnste Wagnis; der Kampf beginnt sofort, und der Sieg, das heißt die Freiheit, verbleibt dem gewandtesten.

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Die verheiratete Frau ist eine Sklavin, die man verstehen muß auf einen Thron zu setzen.

Balzac, Die menschliche Komödie (La Comédie humaine). Physiologie du mariage, 1829 (dt. Physiologie der Ehe, 1842)

Zwei Gatten, die getrennte Zimmer haben, haben sich entweder getrennt oder sie haben das Glück zu finden gewußt; sie verabscheuen einander oder sie beten sich an.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Die Frauen besitzen in erstaunlichem Maße das Talent, den Beschuldigungen, die sie gegen ihren Gatten erheben, durch Scheingründe einen Anstrich von Wahrheit zu geben.

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Die Ehe ist ein richtiges Duell, wobei man keinen Augenblick unaufmerksam sein darf, wenn man über seinen Gegner triumphieren will; denn wenn du unglücklicherweise einen Augenblick den Kopf wegwendest, durchbohrt dich der Degen des Hagestolzen.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Die Verbündeten des Liebhabers

Wenn zwei Menschen ihren Bund fürs Leben nur auf Gefühle gründen, haben sie ihre Quellen bald erschöpft, und Gleichgültigkeit, Sattheit und Widerwillen machen sich breit. Wenn die Gefühle erkaltet sind, was dann?

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

Welcher Ehemann wird noch ruhig an der Seite seiner jungen hübschen Frau schlafen können, wenn er vernimmt, daß mindestens drei Junggesellen auf der Lauer liegen?

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Ein Ehemann darf sich in Gegenwart eines Dritten gegen seine Frau niemals ein feindseliges Wort erlauben.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Eine Frau, die eine Männererziehung erhalten hat, besitzt allerdings die glänzendsten Fähigkeiten, die wie keine anderen geeignet sind, ihr und ihrem Mann das Glück zu bringen; aber eine solche Frau ist selten wie das Glück selber [...].

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Die meisten Menschen haben bei ihrer Ehe nur die Fortpflanzung, den Besitz, das Kind im Auge. Aber weder die Fortpflanzung noch der Besitz noch das Kind stellen das Glück dar.

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Wo ist die Ehe, in welcher es kein Aber gibt?

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