Marcus Tullius Cicero

153 Sprüche

Wer aber würde in seinen Bemühungen nicht den Dank eines begüterten und mächtigen Menschen dem Anliegen eines guten, aber mittellosen Menschen vorziehen?

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Sed quis est tandem, qui inopis et optimi viri causae non anteponat in opera danda gratiam fortunati et potentis

Man soll das nutzen, was man hat, und was immer man auch tut, soll man seiner Kraft entsprechend tun.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quod est, eo decet uti et, quicquid agas, agere pro viribus

Die Stunden verinnen und die Tage und Monate und Jahre und weder kehrt jemals die verronnene Zeit zurück, noch kann man wissen, was folgt.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Horae quidem cedunt et dies et menses et anni, nec praeteritum tempus umquam revertitur, nec quid sequatur sciri potest

Ruhm und Zuneigung – sie sind die stärkste Hilfe für ein Leben ohne Furcht.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Laudem et caritatem, quae sunt vitae sine metu degendae praesidia firmissima

Nichts ist schwieriger als eine Freundschaft, die bis zum letzten Tag andauert.

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Ohne die Ehrfurcht würde die Freundschaft ihren schönsten Schmuck verlieren.

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Denn obwohl Scipio plötzlich dahingerafft wurde, lebte er für mich, und das wird immer so sein.

Cicero, Briefe. An Atticus

Was ist ein Freund? Ein anderes Ich; zwei Seelen in einer.

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Freundschaft ist die Übereinstimmung in allen göttlichen und menschlichen Dingen, vereint mit Wohlwollen und Liebe.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. VI, 20 Originaltext: Est enim amicitia nihil aliud nisi omnium diviniarum humanarumque rerum cum benevolentia et caritate consensio

Wer die Freundschaft aus dem Leben verbannt, entfernt aus der Welt die Sonne.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XIII, 47. Originaltext: Solem enim e mundo tollere videntur, qui amicitiam e vita tollunt

Aus bloßen Vorteilsdenken erwächst keine Freundschaft. Nicht äußerer Zwang um irgendwelcher Vorteile willen, sondern freier Wille ist die Grundlage der Freundschaft.

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Die älteste Freundschaft muss uns, wie die Weine die Jahre zählen, die lieblichste sein.

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Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.

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In der Freundschaft muß es als heiliges und unverbrüchliches Gesetz gelten, daß man weder etwas Unsittliches verlangt, noch es tut, wenn man darum gebeten wird.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XII, 40. Originaltext: Haec igitur lex in amicitia sanciatur, ut neque rogemus res turpes nec faciamus rogati

Irdische Güter sind nicht immer unser Verdienst, sondern oft Geschenke eines blinden Zufalls. Freundschaft jedoch, die sich bewährt und dauert, ist ein verdientes Glück. Deshalb ist sie nur unter Menschen möglich, die Nächstenliebe besitzen und nicht nur an ihren eigenen Vorteil denken.

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Freundschaft ist das Einzige auf der Welt, über dessen Nutzen sich alle Menschen einig sind.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XXIII, 86. Originaltext: Una est enim amicitia in rebus humanis, de cuius utilitate omnes uno ore consentiunt

Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen, mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl.

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Freundschaft verdoppelt unsere Freude und halbiert unseren Schmerz.

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Kein festeres Band der Freundschaft als gemeinsame Pläne und gleiche Wünsche.

Cicero, Für Gnaeus Plancius (Pro Cn. Plancio), 54 v. Chr. 2.

Aus der Verwandtschaft kann man Wohlwollen entfernen, nicht aus der Freundschaft.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. V, 19 Originaltext: Ex propinquitate benevolentia tolli potest, ex amicitia non potest

Ein wahrer Freund stellt sich dir nie in den Weg, es sei denn, es ginge mit dir bergab.

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