Marcus Tullius Cicero
Wer aber würde in seinen Bemühungen nicht den Dank eines begüterten und mächtigen Menschen dem Anliegen eines guten, aber mittellosen Menschen vorziehen?
Man soll das nutzen, was man hat, und was immer man auch tut, soll man seiner Kraft entsprechend tun.
Die Stunden verinnen und die Tage und Monate und Jahre und weder kehrt jemals die verronnene Zeit zurück, noch kann man wissen, was folgt.
Ruhm und Zuneigung – sie sind die stärkste Hilfe für ein Leben ohne Furcht.
Nichts ist schwieriger als eine Freundschaft, die bis zum letzten Tag andauert.
Denn obwohl Scipio plötzlich dahingerafft wurde, lebte er für mich, und das wird immer so sein.
Freundschaft ist die Übereinstimmung in allen göttlichen und menschlichen Dingen, vereint mit Wohlwollen und Liebe.
Wer die Freundschaft aus dem Leben verbannt, entfernt aus der Welt die Sonne.
Aus bloßen Vorteilsdenken erwächst keine Freundschaft. Nicht äußerer Zwang um irgendwelcher Vorteile willen, sondern freier Wille ist die Grundlage der Freundschaft.
Die älteste Freundschaft muss uns, wie die Weine die Jahre zählen, die lieblichste sein.
Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.
In der Freundschaft muß es als heiliges und unverbrüchliches Gesetz gelten, daß man weder etwas Unsittliches verlangt, noch es tut, wenn man darum gebeten wird.
Irdische Güter sind nicht immer unser Verdienst, sondern oft Geschenke eines blinden Zufalls. Freundschaft jedoch, die sich bewährt und dauert, ist ein verdientes Glück. Deshalb ist sie nur unter Menschen möglich, die Nächstenliebe besitzen und nicht nur an ihren eigenen Vorteil denken.
Freundschaft ist das Einzige auf der Welt, über dessen Nutzen sich alle Menschen einig sind.
Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen, mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl.
Kein festeres Band der Freundschaft als gemeinsame Pläne und gleiche Wünsche.
Aus der Verwandtschaft kann man Wohlwollen entfernen, nicht aus der Freundschaft.
Ein wahrer Freund stellt sich dir nie in den Weg, es sei denn, es ginge mit dir bergab.