Marcus Tullius Cicero

153 Sprüche

Das sei ferne, Gott behüte!

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Es gibt nichts, was Gott nicht bewirken könnte.

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Man muss nichts Falsches sagen und nichts Wahres verschweigen.

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Von Natur aus findet sich in unserem Geist die unstillbare Begierde danach, die Wahrheit zu erkennen.

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr. Übers. Internet. Originaltext: Natura inest in mentibus nostris insatiabilis quaedam cupiditas veri videndi

Sind Greise mürrisch, grämlich, zanksüchtig, geizig, so sind dies Fehler der Gemütsart, nicht des Alters.

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Eine Erhebung der Seele aber, die sich in Gefahren und Mühen zeigt, zählt zu den Lastern, wenn sie frei von Gerechtigkeit ist und nicht für das allgemeine Wohl, sondern nur für das eigene kämpft.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Sed ea animi elatio, quae cernitur in periculis et laboribus, si iustitia vacat pugnatque non pro salute communi, sed pro suis commodis, in vitio est

Die Gestalt der Seele aber ist schöner als die des Körpers.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Animi enim liniamenta sunt pulchriora quam corporis

Wie ein Acker, mag er auch fruchtbar sein, ohne Pflege nicht reich an Früchten sein kann, so auch die Seele nicht ohne Unterweisung.

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Ut ager quamvis fertilis sine cultura fructuosus esse non potest, sic sine doctrina animus.

Die Seele aber ist in zwei Teile geteilt, von denen der eine Anteil an der Vernunft hat, der andere hingegen nicht.

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Est enim animus in partis tributus duas, quarum altera rationis est particeps, altera expers.

Die Nerven des Krieges, unendlich viel Geld.

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Ein Krieg aber muss auf solche Art begonnen werden, dass offenbar nichts anderes als der Friede das Ziel ist.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Bellum autem ita suscipiatur, ut nihil aliud nisi pax quaesita videatur

Das steht jedem am besten, was ihm am natürlichsten ist.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. 1,31

Ein männlicher und fester Charakter lässt sich in drückenden Lagen nicht außer Fassung bringen, noch von Verwirrung von seinem Plätze drängen, sondern er bewahrt Geistesgegenwart und verliert Besonnenheit und Vernunft nicht.

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Durch den eigenen Charakter bestimmt sich jedem das Schicksal.

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Er blieb zwar derselbe, aber es stand ihm nicht mehr gut.

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr

So verhält es sich: wie nämlich nicht jeder Wein, so wird nicht jede Individualität durch das Alter sauer.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übersetzt von Raphael Kühner 1864. Originaltext: Sic se res habet: ut enim non omne vinum, sic non omnis natura vetustate coacescit.

Für tapfer nämlich und großmütig sind nicht diejenigen zu halten, die Unrecht tun, sondern jene, die es abwenden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Fortes igitur et magnanimi sunt habendi non qui faciunt, sed qui propulsant iniuriam

Wer aber von der Wankelmütigkeit der unkundigen Menge abhängt, darf nicht zu den bedeutenden Männern gezählt werden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Etenim qui ex errore imperitae multitudinis pendet, hic in magnis viris non est habendus

Es lässt sich aber nicht gut verstehen, dass sich derjenige von der Begierde überwinden lässt, der durch Furcht nicht bezwungen wird, oder dass einer vom Genuss besiegt wird, der sich als von der Mühsal nicht zu bezwingen gezeigt hat.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Non est autem consentaneum, qui metu non frangatur, eum frangi cupiditate, nec qui invictum se a labore praestiterit, vinci a voluptate

Heftig aber wird die Liebe der Menge erregt durch den Ruf und die Erwartung von Freigiebigkeit, Wohltätigkeit, Gerechtigkeit, Zuverlässigkeit und all jener Tugenden, die eine Sanftheit in Benehmen und Umgang mit sich bringen.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet

Ein Mann, der sich von Unrecht fernhält, um keinen Fehler zu machen, darf nicht für gut oder gerecht gehalten werden.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Nam nec vir bonus ac iustus haberi debet qui, ne malum habeat, abstinet se ab iniuria