»Alte Erfahrungen« nennt man jene, die immer neu gemacht werden müssen.
Ein Pädagoge: "Unter den vielen, vielen Lehrmeistern läßt sich einer die allerhöchsten Honorare zahlen: das Leben."
Dank fordern für längst erwiesene Dienste? … Erpressung! …
Kluge Gedanken gibt's, die im Herzen, und dumme, die dem Kopf entspringen.
Die Bekenner aller Konfessionen – haben viele Unglaubensgenossen.
Gar viele sind stolz darauf, sich zu einer Religion zu bekennen, deren Gebote sie nicht befolgen.
Friedhofsbetrachtung: "Kein Mensch verfehlt seine Bestimmung."
Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig – und läßt ihn im Greisenalter reich werden.
Bisweilen kommt, nachdem das Schlimmste überstanden ist – noch Schlimmeres.
Was bieten die Menschen nicht alles auf, um dem Unausweichlichen auszuweichen!
Die Ereignisse lehren uns oft, dass wir nichts von ihnen lernen.
Eine Erziehungsmethode gibt es, bei der die Eltern besser gedeihen als die Kinder.
Wie ein Pädagoge behauptete, wäre die beste Kindererziehung – die Erziehung der Erwachsenen.
Wichtigste pädagogische Frage: „Wie erzieht man die Kinder so, dass sie ihren Eltern nicht zu sehr gleichen?“
Was der Stoizismus den Menschen lehren will: sich ebenso wohl zu fühlen, wenn ihn das Elend angrinst, als wenn ihm das Glück zulächelt.
Wie erstaunt ist mancher Gatte darob, dass er die dumme Frau besitzt, die er gewählt!
Kurzgefaßte Geschichte vieler Ehen: "Einige Jahre ging alles gut."
Ein Standesbeamter: Es gibt mehr gute Partien als gute Ehen.
Ein eigenes Unglück hat manches Mädchen: Sie wurde von ihrem Mann – statt verlassen – geheiratet.
In einem Gespräch über die Ehe meinte jemand: "Das Übel liegt nicht so sehr darin, daß man verheiratet ist – als darin, wie man es täglich ist."