Erst im Laufe der Zeit lernen sich manche Eheleute so gut verstehen – daß es zur Scheidung kommt.
Stiller Wunsch vieler Männer: "Wollte meine Frau mich nur, wenigstens zeitweise, als Fremden behandeln!"
Ich kenne eine Dame, die es ebenso übel aufnimmt, wenn man Nachteiliges von Frauen im allgemeinen, als wenn man Vorteilhaftes von Frauen im besonderen sagt.
Konvenienz-Ehen gibt's, die fallen so schlecht aus – als wären's Liebes-Heiraten.
Dass seine Frau ihn liebt – das weiß mancher Mann viel genauer als seine Frau.
Ein Ehevermittler sagte: „Sobald die Mitgiftfrage erledigt ist, werden die Ehen im Himmel geschlossen.“
Dass das eheliche Leben viele angenehme Seiten hat – wer wird es leugnen? – Höchstens ein Verheirateter!
Gestatten Sie mir die indiskrete Frage: „Seit wann sind Sie verheiratet? Und seit wann möchten Sie wieder ledig sein?“
Eheliches: Mancher Mann hat seinen Wunsch noch gar nicht ausgesprochen – und seine Frau ist schon dagegen.
Ein Greis sagte: "Mag's einer noch so weit gebracht haben – wenn er siebzig Jahre alt geworden, ist sein Leben verpfuscht."
Monolog vieler Fünfziger: „’s ist ein eigentümliches Gefühl, wenn man so den ganzen weiten Weg überblickt, den man zurücklegen musste, um endlich dort anzukommen, wohin man keinesfalls gelangen wollte!“
Über die Freuden des Alters könnte selbst ein Gelehrter keine weitschweifige Abhandlung schreiben.
Gott wird oft von vielen als Zeuge angerufen: sie wissen, dass er keine Aussagen macht.
Ich gehöre zu jenen, die mehr Respekt haben vor den ältesten Wahrheiten als vor den neuesten Irrtümern.
Was jeder von uns gern sammeln möchte: Medaillen ohne Kehrseite.
Dazu gehört Übung: Wenn man unbedachtsamerweise eine Wahrheit ausgesprochen hat, sich geschickt aus ihr herauszulügen.
Täglich kann man es beobachten: Die Wahrheit tritt nirgends schüchterner auf als vor Leuten, die Geld und Einfluss haben.
Um gewisse Wahrheiten auszusprechen – dazu muss man schonsehrgereizt sein.
Schon mancher hatsowahr gesprochen – dass er Abbitte leisten musste.
Wie rührend: wenn jemand über die Gemeinheit der Welt klagt, weil die seinige nicht erfolgreich genug ist!
Ihr Verlangen, andern Unangenehmes zu sagen, geben manche für Offenherzigkeit aus.