Unbekannt
Den meisten Menschen vergeht das Leben in der ständigen Erwartung des Zeitpunktes, an dem sie nun eigentlich zu leben anfangen.
Das Leben ist besser als der Tod, und doch ist es bessertodmüde zu sein alslebensmüde.
Der Kranz des Lebens will auch dunkle Blätter haben. Dies bedenke, wenn die trüben Tage kommen.
Eins merk' bei deinem Erdenstreben: Wenn leichter Sinn auch gute Mode ist, Bedenke, daß ein jeder Schritt im Leben Ja auch zugleich ein Schritt zum Tode ist.
Unser Leben kann man mit einem Wintertag vergleichen: wir werden zwischen 12 und 1 des nachts geboren, es wird 8 Uhr, ehe es Tag wird, und vor 4 Uhr des Nachmittags wird es wieder dunkel, und um 12 Uhr sterben wir.
Hoff' nicht allzu viel vom Leben: Was im Überfluß zu geben Manchmal es verspricht, Hält es schließlich nicht! Doch verzag' auch nicht am Leben: Was es nie versprach zu geben, Gibt es plötzlich oft Reich und unverhofft!
Warum klagst du, Pilger dieser Erden? Förd're muntern Schrittes deinen Lauf! Sinkt der Tag, so muß es Abend werden, Und der Stern der Hoffnung geht dir auf. Ungestört ruht dann der Lebensmüde, Ausgekämpft ist nun der schwere Streit. Aufwärts schaun in die Unendlichkeit Über Gräbern wohnt der wahre Friede.
Zum Salat des Lebens liefert uns die Sorge den Essig und der Humor das Öl.
Es lebt der Mensch, Wenn's lang ist zwar, Selten länger, denn achtzig Jahr, Davon er zehn Jahre zubringt, Nur weil er ißt und trinkt, In Kurzweil und dergleichen Spiel Der Schlaf wohl zwanzig Jahr hinnimmt, Sechzehn bleibt der Mensch ein Kind, Und ist nichts nutz zu solcher Zeit, Mit Krankheit ist vier Jahr ein Streit, Bleibt also nur der vierte Teil Vom Alter bis zum Seelenheil.
Leben… ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit… das tiefe Einatmen der Gegenwart,… um genügend Luft für die Zukunft zu haben.
Wenn ich noch einmal zu leben hätte dann würde ich mehr Fehler machen; ich würde versuchen, nicht so schrecklich perfekt sein zu wollen; dann würde ich mich mehr entspannen und vieles nicht mehr so ernst nehmen; dann wäre ich ausgelassener und verrückter; ich würde mir nicht mehr so viele Sorgen machen um mein Ansehen; dann würde ich mehr reisen, mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten; dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten als nur eingebildete; dann würde ich früher im Frühjahr und später im Herbst barfuß gehen, dann würde ich mehr Blumen riechen, mehr Kinder umarmen und mehr Menschen sagen, daß ich sie liebe. Wenn ich noch einmal zu leben hätte, aber ich habe es nicht…
Das Schulgeld des Lebens heißt Zeit und Gesundheit.
Das Leben ist ein ewiger April.
[...] und erst im Kampf ums Dasein werden alle jene Kräfte erweckt, die den Menschen zu einem Ebenbild der Gottheit geadelt haben.
In ewig gleichem Maße fliegen Des Lebens Schalen auf und ab – Die Mutter an der Kinder Wiegen, Die Kinder an der Mutter Grab.
Das Leben ist eine Komödie; wer darin nicht mitspielt, dem wird mitgespielt.
Man hat viele Freunde, wenn man sie zählt, aber nur wenige, wenn man sie braucht.
Gleiche Sinnen, gleiche Herzen, gleiche Freuden, gleiche Schmerzen, sind die nicht der Freundschaft Band, welches ewig hat Bestand?