Unbekannt
Die Freundschaft gibt zwar nicht die Seligkeit der Liebe; Doch wär ein Leben hart, das ohne Freundschaft bliebe.
Der ist fürwahr dein Freund, der dich zum Essen einlädt, obwohl du nicht steuerabzugsfähig bist.
Um den Werth einer Freundschaft zu beurtheilen, prüfe aufrichtig, was dich mit dem andern verbindet.
Verwandte sind uns nicht immer befreundet, aber Freunde immer verwandt.
Das Beste, was mancher uns tun kann, ist, daß er uns mit seiner Freundschaft verschont.
Freundschaft, die von Lüge lebt, stirbt an der ersten Wahrheit.
Wenn sich einmal zwei Fremde streiten, So hat's just nicht viel zu bedeuten; Weil Kein's des Ander'n Schwächen kennt, Ficht auch wohl keiner excellent. Jedoch wenn sich nur zwei Freunde fassen, So gibt's ein unversöhnlich Hassen: Denn Jeder weiß des Ander'n Fehle, Und trifft ihn tödlich in die Seele.
Der falsche Freund – ist der wahre Feind.
Die Freundschaft, die von Schmeicheleien lebt, stirbt an der ersten Wahrheit.
Treue Freunde zu gewinnen – Leider ziemlich schwer! Treue Freunde zu behalten – Leider noch weit mehr! Niemanden zum Feinde haben – Wirklich großes Glück! Feinde sich zu Freunden machen – Bravo! Meisterstück!
Ein guter Feind ist mein Freund, ein schlimmer Freund ist mein Feind.
Wer nicht bemerkt, daß man ihn mißbraucht, wird ›Freund‹ genannt.
Das war eine schöne Zeit, als ich In die Urne des Glücks noch griff: Da waren Freunde so viel um mich, Wie Ratten auf einem Schiff. Nun werden die Freunde weniger stets, Weil Stürme drohen und Riff. Dem Schiffbruch seh' ich, entgegen geht's: Die Ratten verlassen das Schiff.
Es gibt Freunde, die mit der Flut kommen, und mit der Ebbe gehen.
Das wäre noch recht, wenn uns die Leute Freunde blieben, so lange sie uns brauchen können; allein in den meisten Fällen bleiben sie es nur so lange, als sie uns mißbrauchen können.
Seltsam! Das, was wir unsern Freunden nicht zu Liebe tun wollen, tun wir unsern Feinden oft zum Trotz.
Ein treuer Freund, drey starke Brücken, In Freud' und Leid, und hinterm Rücken.
Ein Freund, der uns unsere Schwächen verschweigt, ist so gefährlich, wie ein Feind, der sie ausnutzt.
Für das kurze Menschenleben Ist die Freundschaft viel zu schön; Ewigkeiten muß es geben, Wo sich Freunde wiedersehn.