Unbekannt
Freundschaft und Tugend sind ewig verkettet, Heben die Seelen zum Himmel hinan, Unter Entzücken auf Rosen gebettet, Lächelt der Weise der dornigten Bahn. Freundschaft gleicht Felsen, von keinem erschüttert, Ist in dem Dunkel des Grabes ein Licht. Welten versinken, nur Freundschaft erzittert, Selbst vor dem Schleier der Ewigkeit nicht.
Wer Niemand schadet und Niemand nützt, Ist vor der Freundschaft der Menschen geschützt.
Die Sympathie bildet die Freundschaft, die Gefälligkeit nährt sie, die Rechtschaffenheit des Herzens erhält sie, aber die allzuleichtsinnige Offenherzigkeit zerstört sie oft.
Den Verlust von Freunden beklagen wir gewöhnlich um so mehr, je verächtlicher sie sich uns als Feinde zeigen. Und doch müßten wir uns darüber gerade am schnellsten trösten können, wenn wir sehen, wie wenig wir an ihnen verloren haben.
Ich suche keine Freunde, mit denen ich leben will. Ich habe Freunde, ohne die ich nicht leben kann!
Mit jedem Schlüssel kannst du nicht Ein jedes Kästchen erschließen: Du wirst auch nicht mit jedem Wicht Dich zurecht zu finden wissen. – Dem Einen hast du in Jahren zehn Kein Wort zu sagen gefunden; Und mit dem Andern, kaum geseh'n, Verlebst du die froh'sten Stunden. – Und solchen fasse ganz und gar, Euch Beiden zu Nutz und Frommen; Weil endlich der rechte Schlüssel war Zum rechten Kästchen gekommen.
Ein verlorener Freund ist eine verwehte Oase, ein wiedergefundener wie ein Sack Datteln, der im Sand liegt.
Menschenleben ohne Freundschaft ist wie ein gemaltes Feuer, umsonst suchst du Licht und Leben darin.
Engagierte Mitarbeiter muss man nicht (mehr) motivieren. Aber man muss sich davor hüten, sie zu demotivieren.
Motivation ist, wenn man seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen begeistern kann, obwohl man selbst schon längst resigniert hat.
Der Hahn bringt ein Straußenei in den Hühnerstall und ruft alle Hennen zusammen: „Meine Damen, ich will Ihnen keine Vorwürfe machen, aber Sie sollten sich wenigstens einmal ansehen, was andernorts geleistet wird."
Große Erwartungen zu rechtfertigen, ist der sicherste Sporn eines edlen Gemüts.
Der Mensch ist noch kein Weiser, einfach weil er viel spricht. Wer ruhig, frei von Haß und furchtlos ist, der wird ein Weiser genannt.
Der Sklave arbeitet, weil er dazu gezwungen ist, der Künstler weil es ihm Vergnügen macht, und der Narr tut Überflüssiges, weil er ein Narr ist. Jeder von uns ist zum Teil Sklave, zum Teil Künstler und zum Teil Narr. Der Weise strebt danach, die drei Elemente in sich so zu vereinigen, daß keines überwiegt.
Ein weiser Mensch lächelt nachsichtig, wenn er bei anderen die Fehler und Torheiten beobachtet, die er selbst begehen mußte, um weise zu werden.