Unbekannt

2074 Sprüche

Freundschaft und Tugend sind ewig verkettet, Heben die Seelen zum Himmel hinan, Unter Entzücken auf Rosen gebettet, Lächelt der Weise der dornigten Bahn. Freundschaft gleicht Felsen, von keinem erschüttert, Ist in dem Dunkel des Grabes ein Licht. Welten versinken, nur Freundschaft erzittert, Selbst vor dem Schleier der Ewigkeit nicht.

Lieder für Freunde der geselligen Freude zunächst für Studierende oder Neues akademisches Liederbuch, 1799

Wer Niemand schadet und Niemand nützt, Ist vor der Freundschaft der Menschen geschützt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Sympathie bildet die Freundschaft, die Gefälligkeit nährt sie, die Rechtschaffenheit des Herzens erhält sie, aber die allzuleichtsinnige Offenherzigkeit zerstört sie oft.

Kotzebue/Merkel (Hg.), Der Freimüthige und Ernst und Scherz. Ein Unterhaltungsblatt, 1803-07

Den Verlust von Freunden beklagen wir gewöhnlich um so mehr, je verächtlicher sie sich uns als Feinde zeigen. Und doch müßten wir uns darüber gerade am schnellsten trösten können, wenn wir sehen, wie wenig wir an ihnen verloren haben.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Ich suche keine Freunde, mit denen ich leben will. Ich habe Freunde, ohne die ich nicht leben kann!

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Mit jedem Schlüssel kannst du nicht Ein jedes Kästchen erschließen: Du wirst auch nicht mit jedem Wicht Dich zurecht zu finden wissen. – Dem Einen hast du in Jahren zehn Kein Wort zu sagen gefunden; Und mit dem Andern, kaum geseh'n, Verlebst du die froh'sten Stunden. – Und solchen fasse ganz und gar, Euch Beiden zu Nutz und Frommen; Weil endlich der rechte Schlüssel war Zum rechten Kästchen gekommen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein verlorener Freund ist eine verwehte Oase, ein wiedergefundener wie ein Sack Datteln, der im Sand liegt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Menschenleben ohne Freundschaft ist wie ein gemaltes Feuer, umsonst suchst du Licht und Leben darin.

Stiwel (Hg.), Anthologie oder Blätter für Verstand und Herz, 1837-42. 1838

Ich selbst nur kann mich motivieren.

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Heutzutage muß man seine Leute motivieren, anbrüllen allein nützt nichts mehr.

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Jeder Mensch braucht Motivation, um handeln zu können.

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Engagierte Mitarbeiter muss man nicht (mehr) motivieren. Aber man muss sich davor hüten, sie zu demotivieren.

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Motivation ist, wenn man seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen begeistern kann, obwohl man selbst schon längst resigniert hat.

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Der Hahn bringt ein Straußenei in den Hühnerstall und ruft alle Hennen zusammen: „Meine Damen, ich will Ihnen keine Vorwürfe machen, aber Sie sollten sich wenigstens einmal ansehen, was andernorts geleistet wird."

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Große Erwartungen zu rechtfertigen, ist der sicherste Sporn eines edlen Gemüts.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Weisheit jagt mich, aber ich bin schneller.

Inschrift. Auf einer Hörsaalbank

Der Mensch ist noch kein Weiser, einfach weil er viel spricht. Wer ruhig, frei von Haß und furchtlos ist, der wird ein Weiser genannt.

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Weisheit, die viel Wissen voraussetzt, ist keine.

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Der Sklave arbeitet, weil er dazu gezwungen ist, der Künstler weil es ihm Vergnügen macht, und der Narr tut Überflüssiges, weil er ein Narr ist. Jeder von uns ist zum Teil Sklave, zum Teil Künstler und zum Teil Narr. Der Weise strebt danach, die drei Elemente in sich so zu vereinigen, daß keines überwiegt.

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Ein guter Teil der Weisheit besteht darin, gewisse Dinge nicht zu wissen.

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Ein weiser Mensch lächelt nachsichtig, wenn er bei anderen die Fehler und Torheiten beobachtet, die er selbst begehen mußte, um weise zu werden.

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