Unbekannt
Gebet eines Spielmanns Ich möchte wohl, wenn's möglich wär Daß Gott bekäm, was ich bekam Die Sorgen all, und all den Gram Und daß ich Gott wär, so wie er. Dann ging es ihm, wie's mir geschah Ich zahlt ihm was mir ward zurück Wie immer nur dem Schlechten ja Gewährt wird seiner Güter Glück So hole er sich dort den Dank Und nicht bei mir für seine Gaben Mir lieh er keinen Heller blank Die Seele nur – die kann er haben.
Den Wald vor Bäumen nicht seh'n, das kann gescheh'n! – Doch an den Stämmen die Stirn sich blutig rennen Und doch nicht erkennen, Daß man im dichtesten Wald sich verirrt? Das passiert!
Wahrheiten über sich selbst sind schwer verdaulich. Daher halten die Menschen in diesem Punkt strengste Diät.
Nur das Echte ist wahr und das Wahre echt.
Wahrheit ist etwas sehr Relatives, weil es immer darauf ankommt, aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet.
Meine Schuld ist die des Spiegels vor dem ich mich ausziehe um die Wahrheit zu sehen.
Es gibt Augenblicke, in denen Höflichkeit oder Takt gebieten, daß bestimmte Dinge ungesagt bleiben. Wir schulden nicht jedermann die Wahrheit.
Es gibt zwei Arten von Wahrheit: Die, mit der man leben kann und die, mit der man leben muß.
Hüte dich vor absoluten Wahrheiten. Absolute Wahrheiten sind immer absolut falsch. Das ist die absolute Wahrheit.
Jedes Stück Wahrheit ist eine Errungenschaft. Wenn du wirklich die volle Wahrheit wissen willst, mach dich auf den Weg und hol sie dir!
Sag deinem Chef, wie du wirklich über ihn denkst, und du wirst am eigenen Leib die befreiende Wirkung der Wahrheit erfahren.
Siegfried war in Wahrheit mit einem ganz normalen Hausdrachen verheiratet. Die deutsche Sage wird die ganze Geschichte wohl nur aufgemotzt haben.
Tut man nur ein ganz kleines bisschen Wahrheit hinzu, so wird sie zwangsläufig geschmälert.
Wahrheitssuche adelt jeden Wissenschaftler und jeden Mystiker. Wenn Gott in der rechten Hand alle Wahrheit hielte und in der linken die Suche danach, so würde ich die linke wählen.
Wer meint, die Wahrheit sei oft unglaublicher als alle frei erfundenen Geschichten, kennt die Ausreden nicht, die sich halbwüchsige Kinder ausdenken, wenn sie morgens um halb vier nach Hause kommen.