Unbekannt
Auf Gott können wir keine Rücksicht nehmen! Ebenso wenig wie die organisierten Religionen Rücksicht auf Tatsachen nehmen!
Bin ich Gott nah, und er steht mir gegenüber, dann rufe ich ihn nur an, und er antwortet mir – Bin ich aber Gott fern, und er bleibt mir verborgen, dann muß ich zu ihm flehen.
Ich bin alles, was gewesen, was ist und was sein wird, und mein Gewand hat noch kein Sterblicher gelüftet.
Auf alle vorwitzigen und unbedachten Fragen über die Götter schwiegen die Jünger des Pythagoras und hielten das für die richtige Antwort.
Wo man Gott um etwas anderes bittet als um Gott, da ist viel Furcht und wenig Glaube.
Jetzt willst du Gottes Willen tun? Das heißt noch lange nicht, daß dir dein Korn wohl gedeiht und daß deine Seele nicht mehr blutet.
Dein Untergang in Gott ist Gottes Aufgang in dir. Du liebst den Tag, da liegen dir die Dinge sonnenklar. Bedenke, es gibt Nächte, da wird das Nächste und Vertraute fremd und ungewiß, in der Höhe aber wachen ganze Welten auf und scheinen.
Da sagen sie: mir geht es so übel, ich leide so schwer. Warte, bald speisest du herrlich vom Tische deiner Leiden – Gott läßt nur das Korn wachsen, nicht das Brot. Und abermals: So sorgsam überlegt kein Bildner sich die Schläge wie Er, der Meister aller Form. Er schlägt, bis du ihm taugst.
Wer da unter der Tür seines Hauses wartet, bis Gott seines Weges komme – der sieht ihn nie, er sehe ihn denn in allem, was da froh und elend vorübergeht an seinem Hause.
Der Herr mache jede und jeden von uns zu einem Werkzeug des Friedens, daß wir lieben, wo man haßt, daß wir verzeihen, wo man beleidigt, daß wir verbinden, wo Streit ist, daß wir die Wahrheit sagen, wo Irrtum ist.
Gott mit uns Unser Herz ist der Rosenknospe gleich Sie bricht nur auf, damit die Blume lebe So bricht das Herz, damit es frei und reich Dem Herrn des Lichts die Seele wiedergebe.