William Shakespeare (1564–1616)

220 Sprüche Renaissance

Ein tiefer Fall führt oft zu hohem Glück.

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Es gibt Gezeiten im Leben des Menschen, und weiß er die Flut zu nutzen; dann hebt sie ihn empor zum Glück.

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Ein Tor schließt nur aus äußeren Gehaben, getrost auf eines Menschen innere Gaben.

Shakespeare, Perikles, Prinz von Tyrus (Pericles, Prince of Tyre), Erstdruck 1609. II

Wer das Glück hat, führt die Braut heim [...].

Shakespeare, Der Widerspenstigen Zähmung (The Taming of the Shrew), Erstdruck 1623. Erster Aufzug, 1. Szene, Hortensio

Ich wäre nur wenig glücklich, wenn ich sagen könnte, wie sehr ich's bin.

Shakespeare, Viel Lärmen um nichts (Much Ado about Nothing), Erstdruck 1600. 2. Aufzug, 1. Szene, Claudio

Doch eh ein Mensch vermag zu sagen: schaut! Schlingt gierig ihn die Finsternis hinab: So schnell verdunkelt sich des Glückes Schein!

Shakespeare, Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream), Erstdruck 1600

Verschämte Lieb', ach! sie verrät sich schnell Wie Blutschuld: ihre Nacht ist sonnenhell.

Shakespeare, Was ihr wollt (Twelfth Night, or What You Will), Erstdruck 1623. 3. Aufzug, 1. Szene, Olivia

Die Lieb' hält Maß, die Lust hat nie genug; Die Lieb' ist Wahrheit ganz, die Lust ganz Lug.

Shakespeare, Venus und Adonia (Venus and Adonis), 1593

Denn steinerne Grenzen können Liebe nicht fernhalten, und was Liebe kann, das wagt Liebe zu versuchen.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Liebe wechselt nicht mit Stunde oder Woche, weit reicht ihre Kraft bis zum letzten Tag.

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Dem schlecht'sten Ding an Art und Gehalt, leiht Liebe dennoch Ansehen und Gestalt.

Shakespeare, Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream), Erstdruck 1600

Das ist das Ungeheuerliche in der Liebe, dass der Wille unendlich ist und die Ausführung beschränkt, dass das Verlangen grenzenlos ist und die Tat ein Sklave der Beschränkung.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610

Was soll ich mit der Liebe, wenn sie den Himmel mir zur Hölle macht.

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Die Liebe ist tief wie das Meer, je mehr sie gibt, je mehr auch hat sie noch.

Shakespeare, König Heinrich VIII. (The Famous History of the Life of King Henry the Eighth, oder einfach: Henry VIII; Alternativtitel im First Folio bis 1623: All is True), Erstdruck 1623

Zweifle an der Sonne Klarheit, Zweifle an der Sterne Licht, Zweifl', ob lügen kann die Wahrheit, Nur an meiner Liebe nicht.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Liebende verfehlen die Stunde nur, um vor der Zeit zu kommen.

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Zahn der Zeit.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623

Dir steht alles gut, der Fehler wird durch dich zum Schmuck erhoben.

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Meine Großzügigkeit ist so grenzenlos wie das Meer. Meine Liebe ist so tief: je mehr ich Dir gebe, desto mehr habe ich, denn beides ist unendlich.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Wenn Musik die Nahrung der Liebe ist, so spielt fort.

Shakespeare, Was ihr wollt (Twelfth Night, or What You Will), Erstdruck 1623

… Wenn Lieb' erkrankt und schwindet, Nimmt sie gezwungne Höflichkeiten an.

Shakespeare, Julius Cäsar, Erstdruck 1623. 4. Aufzug, 2. Szene, Brutus