William Shakespeare (1564–1616)

220 Sprüche Renaissance

Krieg übertrifft den Frieden wie der Tag die Nacht.

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Ein Pferd! Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597

Ach! armes Land, Das fast vor sich erschrickt! Nicht unsre Mutter Kann es mehr heißen, sondern unser Grab: Wo nur, wer von nichts weiß, noch etwa lächelt; Wo Seufzen, Stöhnen, Schrei'n die Luft zerreißt, Und keiner achtet drauf; Verzweifeln gilt Für töricht Übertreiben; keiner fragt: »Um wen?« beim Grabgeläut'; der Wackern Leben Welkt schneller als der Strauß auf ihrem Hut, Sie sterben, eh' sie krank sind.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Dorothea Tieck, Berlin 1832. 4. Aufzug, 3. Szene, Rosse

Auf euer Haupt wälzt er der Witwen und der Waisen Tränen, der toten Männer Blut, der Weiber Gram um Gatten, Väter und um Anverlobte, die dieser grimme Streit verschlingen wird.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600

Krieg und Liederlichkeit! die bleiben immer in der Mode.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610. V, 2, Thersite

Im Überfluß zu sündigen, ist schlimmer als Lüg' aus Not, und Falschheit zeigt sich böser im König als im Bettler.

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Es gibt keine besseren Zeichen von einem wackeren Gemüt als eine harte Hand.

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Gradheit ist 'ne Törin, Die das verfehlt, wonach sie strebt.

Shakespeare, Othello, Erstdruck 1622

Euer Lügenköder fängt den Wahrheitskarpfen.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Denn, Knabe, wie wir uns auch preisen mögen, Sind uns're Neigungen doch wankelmüthiger, Unsicherer, schwanken leichter her und hin, Als die der Frau'n.

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