William Shakespeare (1564–1616)

220 Sprüche Renaissance

Sei fest bereit zu sterben, denn Tod und Leben, beides wird dadurch süßer.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623. 3. Aufzug, 1. Szene, Herzog

Die Seele scheidet friedlich nun zum Himmel, da ich den Freunden Frieden gab auf Erden.

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597

Nichts stand in seinem Leben ihm so gut, Als wie er es verlassen hat; er starb Wie einer, der sich auf den Tod geübt, Und warf das Liebste, was er hatte, von sich, Als wär's unnützer Tand.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Dorothea Tieck, Berlin 1832. 1. Aufzug, 4. Szene, Malcolm

Es ist Albernheit, zu leben, wenn das Leben eine Qual wird, und wir haben die Vorschrift zu sterben, wenn Tod unser Arzt ist.

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Das Leben, dieser Erdenschranken satt, hat stets die Macht, sich selber zu entlassen.

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Dulden muß der Mensch sein Scheiden aus der Welt, wie seine Ankunft: Reif sein ist alles.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608

Er starb Wie einer, der sich auf den Tod geübt, Und warf das Liebste, was er hatte, von sich, Als wär's unnützer Tand.

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Laß mich beizeiten Amen sagen, ehe mir der Teufel einen Querstrich durch mein Gebet macht.

Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice), Erstdruck 1600

Sterben ist entsetzlich! Und leben ohne Ehre hassenswert!

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623

Wer da stirbt, zahlt alle Schulden.

Shakespeare, Der Sturm (The Tempest), Erstdruck 1623. Dritter Aufzug, 2. Szene, Stephano. Übersetzt von A. W. Schlegel und Ludwig Tieck

Amen! Und laß' als guten Mann mich sterben! –

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597

Es ist ein Geist des Guten in dem Übel, zög ihn der Mensch nur achtsam da heraus.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600

Der leh'r uns, daß eine Gottheit unsre Zwecke formt, wie wir sie auch entwerfen.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Was Schicksal auflegt, muß der Mensch ertragen, Es hilft nicht, gegen Wind und Flut sich schlagen.

Shakespeare, König Heinrich VI. (King Henry VI), Erstdruck 1598. 4. Aufzug, 3. Szene, König Eduard. Übersetzt von August Wilhelm Schlegel

Nein, Kinder, schmeichelt nicht dem argen Schicksal, gönnt ihm nicht euren Kummer; heißt willkommen, was uns als Strafe naht, so strafet ihr's, indem ihr's leicht ertragt.

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Es gibt Gezeiten im Geschick der Menschen, die, wird die Flut genutzt, zum Glück hinführen, wird sie verfehlt, so bleibt des Lebens Reise in Untiefen und Widrigkeiten stecken. Jetzt schwimmen wir auf einer hohen Woge und müssn, wenn sie naht, die Strömung nutzen, wollen wir nicht scheitern.

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Nicht umzukehren ist des Schicksals Spruch.

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Schicksal! wir wollen sehn, was dir beliebt. Wir wissen, daß wir sterben werden; Frist Und Zeitgewinn nur ist der Menschen Trachten.

Shakespeare, Julius Cäsar, Erstdruck 1623

Schicksal und Wille stets in Fehden, So daß der Wille sich am Schicksal bricht, Nur der Gedank' ist dein, der Ausgang nicht.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Unserer Kraft verschafft das Schicksal Spielraum; nur dem Trägen, dem Willenlosen stellt es sich entgegen.

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Mein Schicksal ruft.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603