William Shakespeare (1564–1616)

220 Sprüche Renaissance

O Himmel, könnte man im Buch des Schicksals doch lesen!

Shakespeare, König Heinrich IV. (King Henry IV), 2 Teile, Erstdruck 1598-1600. Zweiter Teil. Dritter Aufzug, erste Szene, König Heinrich

Gut gehenkt ist besser als schlecht verheiratet.

Internet

Alter schützt vor Torheit nicht.

Shakespeare, Antonius und Cleopatra, Erstdruck 1623

Die zeigen Ekel der verblühten Rose, Die vor der Knospe knieten.

Shakespeare, Antonius und Cleopatra, Erstdruck 1623

Alte tun, als lebten sie nicht mehr, träg, unbehülflich und wie Blei so schwer.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Man sagt, alte Leute werden wieder Kinder.

Internet

Uns Alten ist's so eigen, wie es scheint, mit unsrer Meinung übers Ziel zu gehn, als häufig bei dem jungen Volk der Mangel an Vorsicht ist.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Du hätt'st nicht alt werden sollen, eh' du klug geworden wärst.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608. Erster Auftritt, fünfte Szene, Narr

Die Jungen steigen, wenn die Alten fallen.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608

Können sie schon den Menschen entlaufen, so haben sie doch keine Flügel um Gott zu entfliehen.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600. König Heinrich

Er, der die größten Taten läßt vollbringen, Legt oft in schwache Hände das Gelingen.

Shakespeare, Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well), Erstdruck 1623

Handle recht, nichts fürchte; Dein Ziel sei immer Ziel auch deines Landes, Wie deines Gottes und der Wahrheit.

Shakespeare, König Heinrich VIII. (The Famous History of the Life of King Henry the Eighth, oder einfach: Henry VIII; Alternativtitel im First Folio bis 1623: All is True), Erstdruck 1623

– Ich lehr' euch, selbst den Teufel meistern. – Und ich lehr' euch den Teufel frisch verhöhnen Durch Wahrheit.

Shakespeare, König Heinrich IV. (King Henry IV), 2 Teile, Erstdruck 1598-1600

Redet wahr und lacht des Teufels.

Internet

... Der Wahrheit, die Ihr sagt, fehlt etwas Milde und die gelegne Zeit: ihr reibt den Schaden, statt Pflaster aufzulegen.

Shakespeare, Der Sturm (The Tempest), Erstdruck 1623

Die Wahrheit läßt den Teufel erröten.

Internet

Wenn eine Spur mich leitet, will ich finden, Wo Wahrheit steckt, und steckte sie auch recht Im Mittelpunkt.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603. 2. Aufzug, 2. Szene, Polonius

Ich wähne mich in nichts anderem so glücklich wie in meiner Seele, die sich an einen guten Freund erinnert.

Shakespeare, König Richard II. (The Tragedy of King Richard the Second), Erstdruck 1597

In seiner königlichen Seele herrscht Ein Etwas, das mich in Beklemmung setzt.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Ernst Ortlepp 1838. 3. Akt, 1. Szene, Macbeth

Die Seele dieses Menschen sitzt in seinen Kleidern.

Shakespeare, Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well), Erstdruck 1623. 2. Aufzug, 5. Szene, Lafeu

Im Krieg ist's Sitte, jeden Vorteil nutzen.

Internet