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26202 Sprüche gefunden
Liebe erniedrigt nicht, sondern befreit. Befreien kann … nur die Liebe.
Eheliche Liebe pflanzt das menschliche Geschlecht fort, freundschaftliche Liebe veredelt, aber wollüstige Liebe vergiftet und erniedrigt es.
Und was hat mehr das Recht, Jahrhunderte Zu bleiben und im Stillen fort zu wirken, Als das Geheimnis einer edlen Liebe, Dem holden Lied bescheiden anvertraut?
Die erste, leidenschaftliche Liebe wird ja allerdings vergehen; aber dann wird eine andere, noch schönere Liebe kommen.
Menschenbeifall Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, Seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr, Da ich stolzer und wilder, Wortereicher und leerer war? Ach! der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt, Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen; An das Göttliche glauben Die allein, die es selber sind.
Ohne innere Liebe ist alles äußere Tun nichts nütze. Was aber aus Liebe geschieht, das ist groß, das bringt reiche Frucht, so gering und ungeachtet es im Auge des Menschen immer sein mag. Denn auf der Waage Gottes wiegt das, was dich zum Tun treibt, ungleich mehr als die Tat selber.
Daß ein Mann höflich, aufmerksam, liebenswürdig zu einer Frau ist, genügt ihr nicht, auch der anständigsten nicht, sie ist ihm dafür keineswegs erkenntlich. Sie verlangt, daß man ihr die Einbildung verschafft, man liebe sie sinnlich, man begehre sie.
Liebe ist heftiger als Selbstliebe, denn man kann auch eine Frau lieben, die einen verachtet.
Die Liebe ist das Bedürfnis, aus sich herauszugehen.
Wehr im Beginne dem Übel; zu spät wird Heilung bereitet, Wenn durch langen Verzug Stärke gewonnen es hat.
Wirkliche Liebe ist »sehend«. Sie entdeckt verschüttete Werte. Bringt Möglichkeiten zur entfalteten Wirklichkeit.
Die Liebe will nicht, daß man sich anders als durch sie allein gebunden fühlt, sie hängt nur lose mit solchen Bindungen zusammen, die, wie die Ehe, unter anderen Gesichtspunkten geknüpft worden sind und zusammengehalten werden: Verwandtschaft und Besitz beanspruchen dabei ebenso viel Berücksichtigung wie Anmut und Schönheit.
Pilgers Morgenlied Morgennebel, Lila, Hüllen deinen Turn um. Soll ich ihn zum Letzten Mal nicht seh'n! Doch mir schweben Tausend Bilder Seliger Erinnerung Heilig warm ums Herz. Wie er so stand, Zeuge meiner Wonne, Als zum ersten Mal Du dem Fremdling Ängstlich liebevoll Begegnetest Und mit einem Mal Ew'ge Flammen In die Seel' ihm warfst! – Zische, Nord, Tausend-schlangenzüngig Mir ums Haupt! Beugen sollst du's nicht! Beugen magst du Kind'scher Zweige Haupt, Von der Sonne Muttergegenwart geschieden. Allgegenwärt'ge Liebe! Durchglühst mich, Beutst dem Wetter die Stirn, Gefahren die Brust, Hast mir gegossen Ins früh welkende Herz Doppeltes Leben, Freude, zu leben, Und Mut!
Es gibt eine schöne Form der Verstellung: die Selbstüberwindung – und eine schöne Form des Egoismus: die Liebe.
Ich sandte, daß sie folgen deiner Fährte (1891) Die Träume fort; Daß es durch Liebe dich verwirr, gewährte Ich keinem Wort. Verschiednen Lebensaltern, Lebensorten Entstammen wir. Kein Sieg von gleichen Einsichten und Worten Führt mich zu dir. Im Herzenstempel, fern von deinen Blicken, Schließ ich mich ein: Die Jugend bet ich an, und mein Entzücken Wird sie stets sein.
Wir sind alle zum Lieben geboren. Es ist der Sinn unseres Seins und sein einziger Zweck.