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26202 Sprüche gefunden

Der Mensch kann nur dasjenige wollen, was er liebt; seine Liebe ist der einzige, zugleich auch der unfehlbare Antrieb seines Wollens und aller seiner Lebensregung und Bewegung.

Fichte, Reden an die deutsche Nation, 1808. 2. Rede: Vom Wesen der neuen Erziehung im Allgemeinen

Mein Herz ist zerrissen, du liebst mich nicht! Du ließest mich's wissen, du liebst mich nicht! Wiewohl ich dir flehend und werbend erschien, Und liebebeflissen, du liebst mich nicht! Du hast es gesprochen, mit Worten gesagt, Mit allzugewissen, du liebst mich nicht! So soll ich die Sterne, so soll ich den Mond, Die Sonne vermissen? Du liebst mich nicht! Was blüht mir die Rose, was blüht der Jasmin? Was blühn die Narzissen? Du liebst mich nicht!

Platen, Gedichte. Ghaselen

Der liebt am wenigsten, der am beredtesten von seiner Liebe spricht.

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Der Mittelpunkt des Lebens ist allemal die Liebe.

Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben, oder auch die Religionslehre (Vorlesungen), 1806. 1. Vorlesung

Wer über die Liebe nachdenkt, der liebt nicht mehr.

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Unter allen Leidenschaften steht den Frauen die Liebe noch am besten.

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Romanze Auf dem Berge, dort oben, da wehet der Wind, Da sitzet Mariechen und wieget ihr Kind; Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand, Den Blick in die Ferne hinaus gewandt. In die Ferne hinüber schweift all ihr Sinn; Ihr Lieber, ihr Treuer, der ging dahin! Sonst ging er, sonst kam er; nun kommt er nicht mehr! Nun ist's um Mariechen so todt und so leer! In den Busen da fallen die Thränen hinein; Da trinket ein Kindlein sie saugend mit ein. Es schmeichelt der Mutter die kindliche Hand; Ihr Blick ist hinaus in die Ferne gewandt. Auch, wie sausend wehet der Wind so kalt! Mariechen, dein Liebster ging aus in den Wald; Ihm reichten die tanzenden Elfen die Hand; Er folgte der lockenden Schaar, und verschwand. Auf den Bergen dort oben, da wehet der Wind; Da sitzet Mariechen und wieget ihr Kind, Und schaut in die Nacht hin, mit weinendem Blick. Dahin ist ihr Liebster, und kehrt nicht zurück. -

Tiedge, C. A., Gedichte. Kleinere Dichtungen, 1807

An das Herz Herz, o laß dein Pochen, Hast ja nichts verbrochen, Strebe nicht nach Glück! Lerne doch vergessen, Was du einst besessen Kehret nie zurück. Liebe, Treue, Frieden, Suche nicht hienieden, Nur umsonst suchst du! Leben giebt nur Klagen, Kummer zu ertragen, Nur im Grab ist Ruh.

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Wer lieben kann, liebt nur einmal im Leben.

Musset, Frédéric und Bernerette, 1838

Lieben ist … ein erhabener Anlaß für den einzelnen, zu reifen, in sich etwas zu werden, Welt zu werden für sich um eines anderen willen, es ist ein großer unbescheidener Anspruch an ihn, etwas, was ihn auserwählt und zu Weitem beruft.

Rilke, Briefe an einen jungen Dichter (Franz Xaver Kappus), 1903-1908. 14. Mai 1904

Von Liebesglück erfüllte Menschen haben ein ganz verinnerlichtes Wesen…

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Mag auch ein ganzes Land im Wohlstand blüh'n, Nur für das Höchste darf die Seele glüh'n.

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Wie Schatten flieht die Lieb, indem man sie verfolgt; sie folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der ihr folgt.

Shakespeare, Die lustigen Weiber von Windsor (The Merry Wives of Windsor), unautorisierter Erstdruck 1602

Die Liebe ist eine Ausdehnung der Eigenliebe auf das, was wir unser für würdig erachten.

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Die geheime Mischung von Liebe und Interesse kann kein Scheidekünstler der Welt in ihre Urbestandteile auflösen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Mädchenlied Soll ich ihn lieben, Soll ich ihn lassen, Dem sich mein Herz schon heimlich ergab? Soll ich mich üben, Recht ihn zu hassen, Rate mir gut, doch rate nicht ab. Wild ist er freilich, Hastig von Sitten, Keiner begreift es, wie lieb ich ihn hab. Aber so heilig Kann er auch bitten, Rate mir gut, doch rate nicht ab. Reichere könnt' ich, Weisere haben, Gut ist im Leben ein sicherer Stab. Keiner doch gönnt' ich Den wilden Knaben – Rate mir gut, doch rate nicht ab. Laß ich von schlimmer Wahl mich betören, Besser, ich legte mich gleich ins Grab, Klug ist es immer Auf Rat zu hören, Rate mir gut, doch rate nicht ab.

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Liebe, und handle aus Liebe, dann gibt es für dich keinen Winter des Gemüts.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die Liebe ist ein unwiderstehlicher Hang, alle Persönlichkeit aufzuheben.

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Die Liebe ist der Austausch zweier Phantasien und die Berührung zweier Hautschichten.

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Die Liebe ist jener seltsame Zustand, in dem man bereit ist, die Frau im Singular zu akzeptieren.

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Kein Lebewohl, kein banges Scheiden! Viel lieber ein Geschiedensein! Ertragen kann ich jedes Leiden, Doch trinken kann ich's nicht, wie Wein. Wir saßen gestern noch beisammen, Von Trennung wußt' ich selbst noch kaum! Das Herz trieb seine alten Flammen, Die Seele spann den alten Traum. Dann rasch ein Kuß vom lieben Munde, Nicht Schmerz getränkt, nicht Angst verkürzt! Das nenn' ich eine Abschiedsstunde, Die leere Ewigkeiten würzt.

Hebbel, F., Gedichte. Scheidelieder, 1.