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26202 Sprüche gefunden

Was wir auch in dieser Welt erlangen mögen, ist doch die Liebe das höchste Glück.

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Ich kann nicht sagen, wie schön es ist, wenn man es fühlt, daß Menschen sich freuen, wenn man da ist. Es ist ganz unwillkürlich, wenn man sich so von allen Seiten von Liebe umgeben fühlt, daß alle besten Eigenschaften in einem erwachen.

Hunnius, Wenn die Zeit erfüllet ist... Briefe und Tagebuchblätter, hg. von Anne-Monika Glasow, 1937

Wenn die Liebe bis ans Knie kommt, steigt sie höher.

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Wenn Liebe sein soll, müßte es ohne Eifersucht und Argwohn sein. Denn sterben ist es, stets zu streiten.

Cruz, Sonette, 17. Jh.

Die Vergeistigung der Sinnlichkeit heißt Liebe.

Nietzsche, Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert, 1889. Moral als Widernatur

Die Sendung An Alexis send' ich dich, Er wird, Rose, dich nun pflegen; Lächle freundlich ihm entgegen, Daß ihm sey, als säh' er mich! Frisch, wie du der Knosp' entquollst, Send ich dich; er wird dich küssen: Dann – jedoch er wird schon wissen, Was du alles sagen sollst. Sag' ihm leise, wie ein Kuß Mit halb aufgeschloßnem Munde, Wo mich, um die heiße Stunde, Sein Gedanke suchen muß.

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Ich habe nicht gesagt, daß man das Herz unterdrücken müsse, aber man muß es leider Gottes bezähmen.

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Lebe wohl, Du Einzige, in die ich nichts zu legen brauche, um alles in Dir zu finden.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 21. März 1782

Es gibt so viele Ersatzgefühle für die Liebe, daß, wer ihr einmal rein begegnet, verwirrt vor dem Unwahrscheinlichen steht.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Weiß nicht, wo ich steh' Durch der Liebe Hand, Nicht, wohin ich geh' Durch der Liebe Hand. Wohn' in Bergen wild, Blut'ge Träne quillt Immer ungestillt Durch der Liebe Hand. Bogen ward ich nun, Flöte ohne Ruh'n – Klagen all mein Tun Durch der Liebe Hand. Hör mein Jammern an! Meine Scham vertan, Gab mein Haupt ich dran Durch der Liebe Hand. Will mein Sein hingeben, Mich zu Ihm begeben, Nackt und bloß nur leben Durch der Liebe Hand. Sieh, was Yunus tut: Recht ist sein Wort, gut – Immer weint er Blut, Durch der Liebe Hand.

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Die Liebe ist der Zustand, wo der Mensch die Dinge am meisten so sieht, wie sie nicht sind.

Nietzsche, Der Antichrist, 1888 (Erstdruck 1894)

Wenn sich zwei Herzen scheiden Wenn sich zwei Herzen scheiden, Die sich dereinst geliebt, Das ist ein großes Leiden, Wie's größres nimmer gibt. Es klingt das Wort so traurig gar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar! Wenn sich zwei Herzen scheiden, Die sich dereinst geliebt. Als ich zuerst empfunden, Daß Liebe brechen mag, Mir war's, als sei verschwunden Die Sonn' am hellen Tag. Mir klang's im Ohre wunderbar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar, Da ich zuerst empfunden, Daß Liebe brechen mag. Mein Frühling ging zur Rüste, Ich weiß es wohl warum; Die Lippe, die mich küßte, Ist worden kühl und stumm. Das eine Wort nur sprach sie klar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar! Mein Frühling ging zur Rüste, Ich weiß es wohl warum.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Viertes Buch. Escheberg. Sankt Goar

Streitsücht'ge Liebe! Du Alles, aus dem Nichts zuerst erschaffen! Schwermüt'ger Leichtsinn! Ernste Tändelei! Entstelltes Chaos glänzender Gestalten! Bleischwinge! Lichter Rauch und kalte Glut! Stets wacher Schlaf, dein eignes Widerspiel! So fühl ich Lieb' und hasse, was ich fühl'!

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Wie süß ists, das Geliebte zu beglücken Mit ungehoffter Größe Glanz und Schein!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Isabella

Die Welt ist so groß und wir sind so klein! Doch sind wir in heißer Umarmung allein, Dann sinket die Welt in Dämmrung zurück – Wie klein ist die Welt, wie groß unser Glück!

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Die Liebe ist etwas ganz Persönliches. Wir lieben nicht ein wirkliches Wesen, sondern eines, das wir uns selbst erschaffen haben.

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Heimliche Liebe Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß, als heimliche Liebe, von der niemand weiß. Keine Rose, keine Nelke kann blühen so schön, als wenn zwei verliebte Seelen beieinander tun stehn. Setze du mir einen Spiegel ins Herze hinein, damit du kannst sehen, wie so treu ich es mein.

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Brautnacht Mit süßem Druck löst sich der Kuß zuletzt. Wie nach dem Sturm die letzten Tropfen fallen Vom Sims – bald dicht – bald einzeln nur verhallen – Klopft noch im Wechselschlag ihr Herz. Und jetzt Löst Brust sich leicht von Brust – ein Stengel trägt Oft so zwei Blüten bräutlich nah beisammen – Und ihre Lippen, die vom Kuß noch flammen, Sind von der Liebe Lächeln sanft bewegt. Noch tiefer als in Traumesflut versinken Läßt sie der Schlaf; die Träume fliehen leise, Dann steigen langsam wie durch Dämmerkreise Der Flut die Seelen auf. Ein traumhaft Blinken Des Tages weckt ihn. – Durch die Seele fliegt Ein tiefes Wundern, weil sie bei ihm liegt.

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Das Bedürfnis zu lieben zwingt zu größern Torheiten als die Liebe selber.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 22. Hundposttag

An der sonngewohnten Straße, in dem hohlen halben Baumstamm, der seit lange Trog ward, eine Oberfläche Wasser in sich leis erneuernd, still ich meinen Durst: des Wassers Heiterkeit und Herkunft in mich nehmend durch die Handgelenke. Trinken schiene mir zu viel, zu deutlich: aber diese wartende Gebärde holt mir helles Wasser ins Bewußtsein. Also, kämst du, braucht ich, mich zu stillen, nur ein leichtes Anruhn meiner Hände, Sei's an deiner Schulter junge Rundung, sei es an den Andrang deiner Brüste.

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Fühltest du etwa [...] daß alles, was die Liebe tut, um zu sterben, nur ein Mittel ist, um wieder zu auferstehen, und daß alle ihre Epilogen nur Prologen zum zweiten Akte sind?

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 20. Hundposttag